Romantitel und die Suche danach

Hui, das war ein sehr intensiver Schreibmonat.

Aber jetzt liegt die Rohfassung für den ersten Band von Unstern (AT) fertig in der Schublade, wo sie noch etwas vor sich hinmariniert, während ich mich auf den zweiten Teil stürzte. Und meine großartige Lektorin Frau B. hat mir meinen Roman zurückgeschickt, der Ende des Jahres erscheinen soll.

In meiner Wohnung hat es auch wieder unter 30°C, ich bastel im geradezu kühlen Wohnzimmer an Newsletter und neuer Webseite und schlage meinen Kopf in regelmäßigen Abständen auf meinen Schreibtisch, weil mir einfach kein Titel für den Roman einfallen will. (Alter Arbeitstitel: Sirenen; Akuter Arbeitstitel: Opfermond)

Katrin Ils Fantasy

Titel waren eigentlich nie das große Problem für mich, manchmal war ein Titel sogar der erste zündende Funke eines Textes. Aber seit den letzten zwei Jahren stellt sich meine Muse da quer – oder andere waren schneller. Erstaunlich, wie beliebt die Worte Blut und Schatten in Fantasy-Buchtiteln sind :p

Eine liebe Freundin – die vermutlich genug von meiner Jammerei hatte – hat mir den Link zu einem Titel-Generator geschickt. Auf Englisch und großartig zum Prokrastinieren. Ich meine, kann man Nein sagen zu The Twinkeling Sorcerer? 😉

Meine Lieblinge bis jetzt:

Trembling Dragon
Fire in the Death
Teacher in the Sorcerer

Der letzte wär dann eher die Erotik-Schiene *hust*.  😉

Manchmal spuckt er aber auch tatsächlich brauchbare Sachen aus: The Witche’s Princess würd ich lesen wollen und The Slave’s Luck klingt eigentlich auch ganz spannend. Also schaut mal hin, wenn ihr ein bisschen Inspiration braucht – oder einfach was zum Lachen.

Wie findet ihr denn eure Titel? Ist der Titel für euch Teil der Kauf/Lese-Entscheidung?

Organisiertes Chaos

Ich stecke gerade in der Rohfassung zum ersten Teil einer Serie und es herrscht – nennen wir es einmal organisiertes Chaos. Als Federfuchs in ihrem Blogbeitrag erzählt hat, wie es ihr so mit ihren Notizen geht, habe ich mich direkt angesprochen gefühlt – das Gefühl, etwas ratlos auf einen Berg loser Zettel zu schauen, kenne ich.

Normalerweise wandern die losen Zettel bevor es ans Schreiben geht in die “Bibel” – ein Notizbuch, in dem all das steht, was für das Buch wichtig ist: Infos zu Charakteren, Götternamen, Machtstrukturen…

Notizbücher für Opfermond und die neue Serie

Notizbücher für Opfermond und die neue Serie

Während dem Schreiben landet dann wieder viel auf Schmierzetteln: Ideen, Plotänderungen etc. Manches davon wandert ins Notizbuch, meistens zusätzliche Infos zu der Welt, aber oft genug wühl ich mich durch einen Zettelberg auf der Suche, begleitendes Mantra: Wo zum Teufel hatte ich das noch mal…Ist es… Nein. Verdammt, wo hab ich das?

Und mein Notizbuch schaut mich strafend von der Seite an.

Ähm. Ich habe kurz überlegt, ob ich aufräumen soll, aber wir wollen hier ja ehrlich bleiben, oder? 😉

So sieht mein Arbeitsplatz also ganz ungeschönt aus:

Chaos im Morgenlicht

              Chaos im Morgenlicht

Was so fesch über der Stuhllehne hängt, ist meine Kapitelübersicht – das, was am schnellesten an Aktualität verliert. Trotz allem Plotten bin ich im Herzen ein Discovery-Writer, wie man jetzt so schön sagt. Heißt, ich habe eine Idee und dann schreibe ich drauf los, wohlwissend, dass das fertige Buch mit dem ursprünglichen Funken nicht mehr viel zu tun haben wird.

Von den Sirenen ist in Opfermond (Arbeitstitel, liegt zur Zeit bei meiner Lektorin) z.B. nicht mehr viel übrig.

Das liegt auch daran, dass sich meine Charaktere irgendwann selbstständig machen. Nein, in den verlieb ich mich sicher nicht in den Trottel! Was soll das heißen, ich hätt den nicht killen sollen? Äh, Stadt, kein Interesse, wir gehen jetzt da lang – öhm, haben wir uns verlaufen?

Manchmal zerr ich sie an den Ohren wieder auf den Plotweg zurück (Mach mal Platz, ich muss den wiederbeleben. Nichts da, ab in die Stadt mit euch!), aber meistens folge ich ihnen – denn dann geht das Schreiben für mich erst so richtig los.

Wie geht es euch so mit euren Notizen? Machen sich eure Charaktere auch gerne selbstständig?

Fantasy ist eine Pralinenschachtel

Erdbeer-Trüffel?

Erdbeer-Trüffel?

Die so ziemlich erste Frage, wenn man sich als AutorIn “geoutet” hat, ist: Und was schreibst du so?

“Ich schreib’ Fantasy.”

“Ah! Wie Herr der Ringe?”

“Ähm, nein.”

“Vampire?”

“Auch nicht.”

Fantasy

Nougat?

Wenn das Wort “Fantasy” fällt, denken die einen an R.R.Martin und die anderen an die Biss-Reihe von Stephanie Meyer. Tolkien, H.P. Lovecraft, Wolfgang Hohlbein, J.K. Rowling – alles Fantasyautoren, aber Themen und Ton ihrer Bücher sind grundverschieden.

Fantasy hat gefühlte tausend Unterkategorien, die Lesern dabei helfen sollen, ihre Bücher zu finden. Doch Definitionen und Meinungen darüber, was die einzelnen Kategorien nun genau ausmacht, gehen oft auseinander.

Fantasy

Salz-Karamell?

Dark Fantasy z.B. bedeutet für die einen Horror, für die anderen (grafische) Gewalt und Sex, für den nächsten moralisch-ambivalente Charaktere. Was für den einen eindeutig Dark Fantasy ist, ist für den anderen ein Kindergeburtstag.

(Nur darauf, dass Tolkin High Fantasy ist, können sich alle einigen. 😉 )


Was mich als Autorin vor die Frage stellt, in welche Schublade ich meine Bücher denn nun legen soll, damit die “richtigen” Leser sie finden.


Wie findet ihr denn “eure” Bücher? Helfen euch solche Kategorien überhaupt?

Und wenn ihr selber (Fantasy) schreibt: Wie findet ihr die passende Kategorie für eure Bücher?

Jurassic Gargoyle World

Ich hab es endlich geschafft, mir Jurassic World anzusehen und ein weiteres Mal gelernt, dass die Wiederansiedlung von Dinosauriern keine gute Idee ist. Schade.

(War eigentlich noch jemand überrascht, wie fies diese Flugsaurier sind? Ich hätt’ denen das nie zugetraut. )

Auf dem Heimweg kam mir dann der Gedanke, wie Jurassic World wohl mit einer Fantasykreatur abgelaufen wäre.

Wenn es Drachen statt Dinosaurier wäreDrachen, ist wohl die Frage, welche Drachen wir erwischt haben: Die aus Game of Thrones oder die aus Drachen zähmen leicht gemacht.

Harpie, Greif, Gnom, Einhorn, Phönix… es gibt so viele Wesen, aber wenn ich die Wahl hätte, würden die Wissenschaftler Gargoyles aus Mauerbrocken “klonen”. (Ironischerweise gibt es einen Sauerier, der Gargoyleosaurus heißt.)

Guten Abend!

             Guten Abend!

Das liegt daran, dass mich diese Wasserspeier schon immer fasziniert haben und daran, dass ich sentimentale Kindheitserinnerungen an die TV-Serie habe. (Kann sich noch wer an die erinnern?)

Lebendige Gargoyles fänd ich super. Stellt euch einen Gargoyle an eurer Hauswand vor, der bei Sonnenuntergang die Mauerbrocken abschüttelt, um dann mit all den anderen Blödsinn zu machen.

Wahrscheinlich würden Amazon und andere gleich versuchen, einen Gargoyle-Nachtlieferdienst einzuführen (wie das wohl ausgehen würde?) und Nachbarschaftsstreite wären um einiges interessanter.

Außerdem: Was soll schon passieren?

via WikiCommons

via WikiCommons

Welche Fantasy-Kreatur würdet ihr gerne zum Leben erwecken?