Schreiben und Urlaub

Wie viele von uns denken sich: Endlich Urlaub! Endlich mehr Zeit zum Schreiben! Endlich den ganzen Tag mit Pyjama vor dem Laptop sitzen und ungestört in die Tasten hauen.

Aber manchmal führt uns der Urlaub weg vom heimatlichen Schreibtisch.

Ein Wochenendausflug steht an, vielleicht sogar eine oder zwei Wochen Urlaub. Ein Blick auf den Laptop. Nehm ich ihn mit oder nicht?

Mach ich das Wochenende/die Woche wirklich Urlaub – auch vom Schreiben? Dann ein Blick zum Mitreisenden: Wie hoch ist das Risiko, dass er oder sie den Laptop irgendwann entnervt in den Swimming Pool oder aus dem Zug wirft? (Du machst mit mir Urlaub, nicht mit deiner drachentötenden, bisexuellen Schneidern! – Zum letzten Mal, ihr Name ist Vera und sie ist Weberin!)

Bei einem Wochenendtrip lässt man den Laptop dann vielleicht doch zuhause, aber spätestens ab einer Woche wird es kritisch und wenn man länger unterwegs ist, stellt sich die Frage nicht: Man sucht nach neuen superstoßgedämpften Laptoptaschen und rechnet Zweitakkus im Budget ein.

Das letzte Mal war ich 2013 unterwegs: Vier Monate Rucksackreise durch Südostasien, bewaffnet mit Mosquitospray und Adapter, auf der Suche nach Steckdosen und Essen, das mich nicht umbringt. (Indien hat mich diesbezüglich etwas traumatisiert, aber das ist eine andere – unappetitliche – Geschichte.)

Dieses Mal ging es ein Monat nach Taiwan, davon eine Woche nach Kyoto und es war anders als 2013.

Erstens, weil ich nicht alle drei Tage umziehen musste. Ich hatte also ein fixes Basislager und wusste, wo die Steckdosen waren. Yay!

Zweitens: Statt einem Hobby-Reiseblog und ein bisschen Romangebastel hatte ich zwei Novellen im Gepäck, die im Frühling 2016 das Licht der Welt erblicken sollen. Ach, und NaNoWriMo war auch noch. Yay?

Die Sinnhaftigkeit von NaNoWriMo und Deadlines auf einer Urlaubsreise ist ein Thema, über das ich mich zu einem anderen Zeitpunkt noch ausbreiten werde.

Generell kann ich sagen: 10-Stunden-Flüge, auf denen man nicht schlafen kann, eignen sich hervorragend zum Plotten und schreiben mit Jetlag schreiben ist eine ganz eigene Erfahrung. Da sucht man dann nach einem anderen Wort für Sprengstoff, die Muse schlägt Bumm-Pulver vor, lacht dann die nächste halbe Stunde hysterisch darüber und ist zu nichts mehr zu gebrauchen.

 

Aber das “Gefährlichste” im Urlaub? Man will Urlaub haben. Sachen machen. Deswegen ist man schließlich dorthin gefahren. Die Krise bekommen, weil ich von einem Plotloch ins nächste stolper, kann ich in Wien schließlich auch. Dafür muss ich nicht nach Kaohsiung fahren. Nein, ich bin gefahren, um mein Körpergewicht in Dumplings zu essen, Tempel zu besuchen und mir im Stoßverkehr Mopedunfälle live und in Farbe zu geben.

Und außerdem: Urlaub! Da will man regungslos herumliegen und in die Luft schauen und nicht früher aufstehen, um ein paar Sätze zu tippen, bevor Mitreisende erwachen und Aufmerksamkeit fordern. Oder so spät aufbleiben, dass der Ausflug am nächsten Tag als verschlafener Farbenrausch an einem vorbeizieht.

 

Gerade im Urlaub, wo man theoretisch am meisten Zeit hat, wird das berühmte sich Zeit nehmen besonders wichtig. Und zwar zum Schreiben und dem Erholen. Denn, wie gesagt, sonst kann man auch zuhause bleiben.

Ich habe geschrieben: In die Vormittage, wo der Smog so dick war, dass ich nicht hinauswollte. In die Nacht, wo der Rest geschlafen hat und ich nicht konnte (Jetlag + Nachteule = Schlaf?). Manchmal am Abend oder in Erholungspausen zuhause. Während ich auf das frei werden des Badezimmers gewartet habe. Und natürlich am Flughafen.

An manchen Tagen habe ich mir mein Notebook unter die Arme geklemmt und hab den ganzen Tag im örtlichen Kaffeehaus verbracht.

 

 

Von einem Freund bekam ich irgendwann die Nachricht: Amüsierst du dich auch? Ich les auf Twitter immer nur, dass du am Schreiben bist.

Keine Sorge. Der Spaß ist nicht zu kurz gekommen. Und Schreiben ist ja eben auch das: Spaß. Etwas, wo man sich darauf freut, im Urlaub dann endlich mehr Zeit dafür zu haben.

 

Wie händelt ihr das in eurem Urlaub? Macht ihr Schreiburlaub oder auch einmal Urlaub vom Schreiben? Was ändert sich an eurer Schreibroutine, wenn ihr in ein anderes Land fährt/zuhause Urlaub macht?

NaNoWriMo Verlosung

Ich bin wieder da und ich habe Geschenke mitgebracht!

Wie, die war weg? Ja, die war weg. Ich habe mich das letzte Monat in Taiwan und Japan herumgetrieben. Ich hätte euch auch gerne mit Urlaubseindrücken überschwemmt, aber seit der Impressumspflicht verkünde ich ungern im Internet, dass meine Wohnung vier Wochen lang leer steht. Meine Avocadopflanzen sind zwar super, aber keine Wachhunde. Und der einen traue ich zu, dass sie sogar verraten würde, unter welcher Bodendiele ich das Silberbesteck horte.

(Paranoid? Ich doch nicht.)

Aber zurück zu den Geschenken.

NaNoWriMo liegt hinter uns und wir können, glaub ich, alle eine Woche Spa vertragen. (Ja ja, die, die grad ein Monat Urlaub hatte, soll die Klappe halten von wegen Spa. Schon gut, schon gut.) Deswegen habe ich aus Taiwan für euch mitgebracht:

Lustige Gesichtsmasken (Mini-Spa sozusagen)

Gesichtsmasken

 

Schreibutensilien (für das nächste Projekt)

Blöcke

3 x Notizzettel-Heftchen (drinnen lose) in unterschiedlichen Designs, ca. 8,5 x 12 cm. Ich mag die total gerne, meine To Do Listen schauen gleich viel fröhlicher aus.

Ein Beispiel für das Innenleben:

Unbenannt

Diese Designs sind in dem blauen Umschlag.

Und 2 x ein Notizbuch zum “an den Schlüssel” hängen bzw. an ein Schlüsselband hängen. Eine Freundin von mir lernt Vokabel damit, weil man sie in jede (Hosen)tasche bekommt. Ca. 6 x 8 cm, etwa 1 cm dick.

Lesezeichen

Lesezeichen

4 x ein Kätzchen, ein Mal “Are you ready? Of course not yet”.

Und dann hab ich noch (Handy)Bildschirmputz-Aufkleber. Man klebt sie hinten auf das Handy und hat sie so immer dabei. Je nach dem, was ihr für eine Schutzhülle verwendet, kleben sie allerdings auch nicht!

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Insgesamt gibt es fünf Päckchen zu gewinnen, mit jeweils einer Gesichtsmaske, Lesezeichen, Putz-Aufkleber und Notizsachen. Ich werde diese Päckchen zufällig zusammenstellen. Wenn ihr gezogen werdet, könnt ihr mir aber auch gerne schreiben, über was ihr euch besonders freuen würdet bzw. womit ihr gar nichts anfangen könnt.

Ich verspreche nichts, wenn alle fünf Gewinner die Robben-Gesichtsmaske wollen, dann gebe ich sie blind in irgendeines der fünf Kuverts. (Ach ja: Es ist nichts von den Tieren in den Masken drinnen! Sie sind nur so designed.)

Nun zu den Details:

1. Muss ich NaNoWriMo gewonnen haben?

Nein. Du musst dieses Jahr mitgemacht haben – deswegen vergiss bitte nicht deinen NaNo-Namen in deinem E-Mail (zu dem wir noch kommen) – aber ob du 10.000 oder 70.000 Wörter geschrieben hast, ist egal.

2. Lande ich auf irgendeiner Mailing-Liste?

Nein. Ich tu niemanden zwangsbeglücken. Wenn du dich in meinen grandiosen Newsletter eintragen willst, freu ich mich natürlich, aber es ist keine Bedingung.

3. Wie funktioniert die Verlosung?

Einfach. Schreib mir ein E-Mail. Die Gewinner werden gezogen und dann per E-Mail benachrichtigt.

4. Wie kann ich mitmachen?

Schickt mir ein E-Mail an katrin.s.ils@gmail.com mit dem Betreff: NaNoWriMo Verlosung. Schreib mir im Mail bitte deinen NaNoWriMo-Namen!

Wenn du magst, kannst du hier auch anmerken, was du gerne bzw. weniger gerne hättest. Aber wie gesagt: Ich verspreche nichts. Also nicht enttäuscht sein, wenn du die Robbengesichtsmaske bekommst, die du nicht wolltest. (Wie kann man die nicht wollen?)

5. Bis wann kann ich mitmachen?

Anmeldeschluss ist der 11.12.2015 bis Mitternacht.

6. Wie erfahre ich, ob ich gewonnen habe?

Die Gewinner werden am 12.12.2015 gezogen und bis spätestens 24:00 per E-Mail benachrichtigt. Das ist dann auch der Zeitpunkt, wo ich eine physische Adresse für das Päckchen brauche. 

7. Was passiert mit meinen Daten?

Nichts. Ich brauche eure Email-Adresse für die Verlosung und wenn ihr gewinnt eine Adresse, wo ich das Päckchen hinschicken kann. Weder eure Namen, noch eure Email oder gar eure Adressen werde ich an irgendjemanden verkaufen oder zu irgendetwas anderem benutzen als für die Verlosung. Sie werden auch nicht auf diesem Blog oder sonstwo auf meiner Webseite veröffentlicht werden.

 Wenn ihr noch Fragen habt, lasst es mich in den Kommentaren wissen, ich beantworte sie gerne. Viel Glück!

Die fünf Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

UPDATE: Die Gewinner wurden benachrichtigt und die Packerl sind am Weg. Ich wünsche viel Freude damit. 🙂