Logbuch #9: Buchmesse und ein trollendes Manuskript

Na ihr Lieben, was tut sich bei euch? Genießt ihr den Sommer oder sehnt ihr bereits den Herbst herbei?

Bei mir geht es zur Zeit ziemlich rund. Ich fahre wie wild in der Gegend herum und schreibe auch wie wild.

Mein Mondschieber-Manuskript trollt mich dabei irgendwie. Immer wenn ich glaube, ich werde fertig, stolper ich über etwas Neues.

Ich, am Montag: Yay, bis zum Sonntag bin ich endlich fertig!
Manuskript: Haha, nope.

Das geht jetzt schon seit drei Wochen so. Da noch ein Übergang, dort doch noch eine Szene… Erstfassungen sind bei mir immer deutlich kürzer als der überarbeitete Roman. Die Erstfassung vom Mondschieber ist jetzt schon fast so lang wie der fertige Unstern, obwohl ich schon ganze Szenen gekickt habe – wohin soll das noch führen? o.O

Apropos Unstern, die liebe Katania hat ein Interview mit mir gemacht. 5 Fragen über mich und 5 über Unstern. Schaut doch einmal bei ihr vorbei 🙂 Sie hat einen wirklich netten Blog.

Auf Facebook bin ich jetzt auch aktiv unterwegs. Wenn ihr vorbeischauen wollt, klickt hier. ich freu mich, wenn ihr mir eure Daumen dortlässt. (Ok, das klang jetzt etwas creepy. Likes. Ich freue mich über Likes, nicht über Körperteile.) Dort bin ich auch bei einer Fantasy-Aktion dabei, über die ich euch zum gegebenen Zeitpunkt noch genaueres erzählen werde. Offensichtlich werden dafür aber Videos gemacht, und ich fürchte mich jetzt schon. ^^”

Und *trommelwirbel* ich bin auf der Buch Berlin! Zusammen mit einer zweiten österreichischen Fantasyautorin, nämlich mit M.D. Grand. Ich freue mich total! Die Planung läuft schon auf vollen Touren, obwohl die Messe erst im November ist. Aber das ist meine erste Messe mit eigenem Stand und da gehört entsprechend viel vorbereitet.

Ich habe auf Facebook eine kleine Umfrage gestartet, über welche Goodies/Sachen zum Buch sich die LeserInnen denn ganz allgemein so freuen und Stofftaschen bzw. Tassen mit Zitaten wurden gerne genannt. Also blättere ich zur Zeit durch Unstern und suche nach Zitaten, die sich dort gut machen würden.Allerdings bin ich irgendwie textblind: Ich sehe da einfach nichts.

Wenn ihr Unstern also gelesen habt und Vorschläge für fesche Zitate habt, würde ich mich irrsinnig freuen, wenn ihr mir ein bisschen unter die Arme greift und einer armen, vom eigenen Manuskript getrollten Autorin eure Ideen in die Kommentaren schreibt. Oder auch gerne auf Twitter/Facebook/Instagram oder per Mail (katrin.s.ils@gmail.com).

Ja, ich bin überall. Es gibt kein Entkommen. *muahahahaha*

Ähm. *räusper*

Wart ihr schon einmal auf der Buch Berlin? Welche Messebesuche habt ihr für den Herbst geplant?

Autorin auf Reisen: Schweden

Wenn Autorinnen eine Reise tun, haben sie natürlich ein Manuskript im Gepäck. Bei mir waren es sogar zwei: Die Rohfassung von Unstern 2 aka Mondschieber und mein Sirenenprojekt, dass ich vor gut eineinhalb Jahren geschrieben habe.

Mein Ziel für Stockholm war: Erholen, schreiben und die Sirenen lesen, um zu sehen, ob ich noch was drauß machen kann. (Spoiler: Die Sirenen hätte ich mal besser in Wien gelassen. Eieieie.)

Die von euch, die mir auf Instagram, Twitter und Facebook folgen, konnten meinen unheiligen Zimtschneckenkonsum live mitverfolgen – die Mengen, die ich verdrückt habe, war echt nicht mehr feierlich. ^^” Aber ich musste sie nicht selber machen! Wie kann man da wiederstehen? Denn abgesehen davon, dass der Teig mich jedes Mal anzickt, ist es einfach eine unglaubliche Patzerei. Ich erinnere mich an eine denkwürdige Kanelbulle-Zubereitung, bei der mir der Teig den Nagellack von den Fingern gezogen hat… -.-

Aber ich schweife ab – wie immer *g*

Stockholm war toll: Eine nette Stadt mit gutem Kaffee und ich hatte nicht nur einen superhübschen Schreibtisch zum Arbeiten, sondern auch einen Balkon! <3 Autorinnenherz, was willst du mehr? Dank des Wetters konnte ich ihn leider nicht so oft nützen, aber das war immer noch mehr Balkon, als ich hier habe.

Das ich trotzdem nicht so viel geschafft habe, wie geplant, lag daran, dass mir dieser Urlaub dazwischengekommen ist, von dem immer alle reden :p

Ich habe Kaffe getrunken, mein Körpergewicht in Kanelbullar gegessen, bin im Nationalpark herumgekrochen und Boot gefahren – und mit tausend neuen Ideen nach Wien zurückgekommen 🙂

Schweden
Rentier
Kanelbulle
Nationalpark

Wie jedes Mal nach dem Urlaub (fein, nach Taiwan war das erste und bis jetzt einzige Mal – da seht ihr, ich sollte dringend öfter Urlaub machen) verlose ich Kleinigkeiten, die ich mitgenommen habe. Dieses Mal läuft die Verlosung allerdings über den Newsletter, zu dem ihr euch hier anmelden könnt: klick *liebschau*

Ich weiß, das ist total gemein von mir – obwohl, cooler Newsletter und Schokolade? Win – Win! – und als Trost deswegen hier mein geliebtes Zimtschneckenrezept. Tipp: Teig nicht mit lackierten Nägeln kneten.

Zimtschnecken (32 Stück)

Wenn man sich die Arbeit antut, wirklich gleich mehr machen und den Rest einfrieren.

Teig: 400 ml Milch/120 g Butter/1 Würfel Germ (Hefe)/1 Ei/750 g Mehl (glatt)/1/2 TL Salz/120 g Staubzucker/gemahlener Zimt und Kardamom

Fülle: 120 g weiche, streichfähige Butter/120 g Kristallzucker/Zimt und Kardamom nach Geschmack

Bestreichen: 1 Ei (also ingesamt 2 Eier für das Rezept)

  1. Milch langsam erwärmen. 1/4 der Milch in einem Gefäß lauwarm werden lassen. Die restliche Milch vom Herd nehmen und die Butter hineingeben.
  2. Mehl, Salz, Staubzucker (bis auf einen Teelöffel!) und Zimt in einer Schüssel mit einer grobzackigen Gabel vermischen.
  3. In die lauwarme Milch den Germ und den TL Staubzucker geben und verrühren, bis der Germ sich aufgelöst hat. (Funktioniert genauso mit Trockengerm/hefe. I Sackerl = 21 g frischer Germ)
  4. Ei verquirreln
  5. Germmilch, “Buttermilch” und Ei zur Mehlmischung geben und verkneten, bis sich der Teig von der Schüssel löst. (mit unlackierten Nägeln)
  6. Schüssel mit Tuch bedecken und an einem warmen Ort 30 Minuten ruhen lassen.
  7. Teig noch einmal kurz durchkneten, ausrollen und mit der Butter bestreichen.
  8. Zucker mit Zimt und Kardamom mischen und gleichmäßig auf dem Teig verteilen.
  9. Von der Längsseite her aufrollen und mit einem Messer in Stücke schneiden. Wirklich schneiden, nicht reißen, sonst endet das in Tränen.
  10. Die Schneckenstücken auf ein Blech mit Backpapier legen (Platz zum Aufgehen lassen), etwas flachdrücken, mit einem Tuch zudecken und weitere 30 Minuten gehen lassen.
  11. Ofen auf 250 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.
  12. Schnecken ca. 8 – 10 Minuten backen und mit einem Tuch bedeckt auf einem Gitter auskühlen lassen.

Gutes Gelingen!

Steht euer Sommerurlaub noch an? Wart ihr schon einmal in Schweden?