Die erste Lesung

Die erste Lesung ist ja immer etwas Besonderes und ich muss ehrlich sagen: Was erste Lesungen betrifft, habe ich den absoluten Jackpot gezogen und durfte im Dezember 2017 an der Akademie für Kommunikation in Stuttgart lesen.

Lesungen sind etwas, was ich ohne die liebe Einladung von Claus R. Kullak wahrscheinlich Jahre vor mir hergeschoben hätte. Was das angeht, bin ich ein kleiner Feigling. (Nein, nicht der zum Trinken.) Doch dann kam die Einladung und ich bin völlig fassungslos vor Glück vor dem Laptop gesessen und habe auf die Email gestarrt. Wer jetzt glaubt, dass das übertrieben ist: Ich bin eine unbekannte Dark Fantasy Indie-Autorin, die zu diesem Zeitpunkt gerade ihr erstes Buch veröffentlicht hatte. Und dann werde ich zu einer Lesung nach Stuttgart eingeladen! Ich habe natürlich sofort zugesagt.

Und was soll ich sagen, es war einfach nur toll. <3

Der Tag ging mit einer Fragerunde der SchülerInnen los. Es ist immer schön, mit anderen AutorInnen zu reden und es kamen interessierte und spannende Fragen. Ich habe mich wirklich gerne mit ihnen unterhalten. Danach kam ein Interview, das sogar gefilmt wurde – die Schule hat künstlerische Schwerpunkte wie Film und ich war sehr neidisch: Auf die Schule wäre ich auch gerne gegangen! – und dann haben die Design-SchülerInnen ihre Unstern-inspirierten Arbeiten präsentiert.

Ich war – und bin – völlig geplättet, was für tolle Sachen die SchülerInnen zu meinem Buch gemacht haben. Ich glaube, ich habe die gleichen Komplimente im Kreis wiederholt, mir hat es zum Teil schlicht die Sprache verschlagen. Zu sehen, zu was das eigene Buch andere inspiriert war einfach der Wahnsinn. Wenn ihr die Werke auch bewundern wollt, könnt ihr das hier tun.

Nach der Präsentation habe ich noch mit den Design-SchülerInnen geplaudert, es war eine sehr lustige und anregende Unterhaltung, die mir unglaublich viel Spaß gemacht hat.

Und dann kam die Lesung. *dam dam dam daaaam*

Ich war so nervös, ich habe kaum etwas von der köstlichen Pizza hinunterbekommen, die es davor gab. Lisa und Sophie, die mich den ganzen Tag über super lieb begleitet haben, haben auch durch die Lesung geführt. Lisa hat die Lesung mit dieser Rede eingeführt – ich sollte sie wirklich als meine Werbetexterin engagieren.

Wir befinden uns in Alat, einer Stadt voller Menschen, Halbblüter, Magier und Dämonen. Es ist heiß, der blaue Ruß der Glasschmieden klebt an den Fenstern. Die Läuferin Kerra betritt das Nest, das gefährlichste Viertel der Stadt, um jemandem eine Nachricht zu überbringen.
Kerra und ihre Freunde Sidra und Dolan sind Unsterne, wie man Magielose im Volke der Bahnu nennt. Ihnen ist es verboten zu versuchen, Magie zu erlernen, und als Dolan dabei ertappt wird, fliehen die drei in die Stadt Alat. Um ihre kranke Freundin Sidra zu retten, geht Kerra mit dem Oberhaupt der Verbrecher im Nest einen gefährlichen Handel ein und gerät so in einen Konflikt zwischen der Stadtwache, den Gesetzlosen und den Magiern, der ihr vielleicht das Leben kosten könnte. Nachdem Dolans Magieschriften entdeckt und er ins Gefängnis geworfen wird, muss sie sich für seine Befreiung neue Verbündete suchen. Darunter befinden sich ein zwielichtiger Heilermeister, der Verbrecherkönig, ein Halbblut und ein Soldat der Stadtwache. Ein Plan nach dem anderen misslingt und die Schlinge um Kerras Hals zieht sich immer fester. Gibt es die sagenumwobene Glasbrücke wirklich? Was schlummert unter der Stadt? Und wer ist der Mondschieber, der nachts angeblich Menschen aus der Stadt schmuggelt?

Katrin Ils‘ Charktere sind nicht nur Statisten. Auf meisterhafte Weise haucht sie ihnen Leben ein, gibt ihnen überzeugende Persönlichkeiten, eigene Träume und Motivationsgründe. Das Geschehen in Unstern ist kein Fluss, der als eine Masse stur in eine Richtung hinunter fließt, sondern ein aus den unterschiedlichsten Fäden gewebtes Kunstwerk, das aus den vielen Beweggründen der Charaktere entsprungene Handlungsstränge gekonnt miteinander verbindet. Im Roman werden die Charaktere lebendig, die Handlung ist fesselnd und realistisch.
Vor dem inneren Auge ist die Stadt Alat klar zu sehen. Ab der ersten Seite werden Sie, liebes Publikum, von der Erzählung vollkommen gefangen sein.
Und wer einmal in die magischen Fänge Alats geraten ist, der kommt so leicht nicht wieder dort heraus.*

Hammer, oder?

Dann war ich dran. Dem Feedback nach hat man mir nicht angesehen, dass ich vor Nervosität fast gestorben wäre und ich war wirklich froh, meine Zettel auf einem Tisch ablegen zu können. Meine Hände haben erst bei der letzten Szene zu zittern aufgehört. Entspannt habe ich mich dann erst bei der Fragerunde.

Danach gab es ein Buffet und die vielen netten Gespräche haben diesen Tag perfekt abgerundet.

Fazit: Lesungen machen Spaß. Ich sterbe zwar davor und währenddessen vor Nervosität, aber ich lese gerne vor anderen Leuten und freue mich schon auf meine nächste Live-Lesung, am 19.5.2018 im books4life.

Aber meine erste Lesung wäre mir nie als eine so tolle Erfahrung im Gedächtnis geblieben, wenn sie nicht mit all den lieben SchülerInnen und LehrerInnen der AfK verbunden wäre. So lächel ich noch immer, wenn ich daran denke und ich hoffe, zumindest ein paar dieser wunderbaren Menschen wieder “in echt” zu treffen.

*Ich habe die Rede natürlich mit Lisas Erlaubnis hier gepostet. Schaut unbedingt auf ihr Instagram und auch auf das von Sophie – die beiden waren echt der Wahnsinn. <3 Vielen vielen Dank noch einmal für alles!

Signierte Exemplare

Ich bekomme immer wieder Anfragen, ob man von mir auch signierte Exemplare bekommt. Da ich mich jedes Mal sehr darüber freue, hat es mir immer sehr leid getan, das verneinen zu müssen.

Der Grund, warum ich bis jetzt ablehnen musste, war das Porto*. In Österreich gibt es keine Buchpost und das Porto nach Deutschland fängt bei 5,50 an. Dazu kommt, dass die Bücher immer über eine Woche, manchmal sogar drei Wochen (!) nach Deutschland brauchen, obwohl mir die Post jedes Mal etwas von 2-4 Tage erzählt. Ha! kann ich da nur sagen. Die österreichische Post beschäftigt offensichtlich noch reitende Boten und ein Teil des Portos geht vermutlich für Hafer drauf.

Jetzt habe ich aber eine Lösung gefunden. *räusper*

Ich werde eure signierten Bücher mitnehmen, wenn ich zu meiner Familie nach Salzburg fahre, denn von dort ist es ein Katzensprung über die deutsche Grenze. Das bedeutet Buchpost und vielleicht sogar normalere Lieferzeiten (für letzteres kann ich nicht garantieren).

Da ich nicht wegen jeder Buchbestellung nach Deutschland fahren kann, werde ich ein paar Mal im Jahr die Bestellung für signierte Exemplare eröffnen.  Heißt, ich werde auf allen SocialMedia-Kanälen und hier Bescheid geben, wenn eine Bestellungsrunde eröffnet ist und wie lange sie geht. (Spoiler: Bis zu dem Tag, an dem ich in den Zug steige. Deswegen ist die Deadline hier auch wirklich die Deadline: So gut der Service der Westbahn auch ist, sie werden für mich nicht noch einmal zurückfahren.)

Sobald ich die Bestellrunde eröffnet habe, seid ihr dran.

Ihr

  • schreibt mir eine E-Mail an katrin.s.ils@gmail.com
  • sagt mir, ob ihr das Buch nur signiert haben wollt oder auch mit persönlicher Widmung
  • überweist mir das Geld per Paypal/direkt aufs Konto
  • und ich schicke euch das Buch, das hoffentlich innerhalb einer Woche nach der Deadline bei euch ist
  • seid euch auch bewusst, dass ich nur das Buch und keine Goodies schicken kann (Buchpost)

Das heißt natürlich auch, dass es ein bisschen dauert, bis das Buch bei euch ist. Wenn ihr gleich am ersten Tag bestellt und die Leute zwei Wochen Zeit haben, wird das Buch vermutlich drei Wochen nach eurer Bestellung bei euch sein. Ich schreibe das dazu, weil wir alle von Amazon&Co Lieferzeiten von höchstens drei Tagen gewöhnt sind.

* Für die Schweiz habe ich leider noch keine Lösung gefunden. Da fängt das Porto gleich mal zweistellig an 🙁