Schreibcamp-Bericht

Letzte Woche,  vom 24. – 28.4, war ich in meinem ersten Schreibcamp überhaupt. Warum das erste? Weil ich bis jetzt schlicht noch über kein Angebot gestolpert bin, das mich interessiert hätte. Die meisten hatten den Grundtenor von: Schreibe in einer schönen Umgebung! Ja, das schaffe ich alleine auch…

Aber dann hat die liebe Jery mir ein Email geschrieben. Paraphrasierter Wortlaut: “Es gibt ein Hardcore-Schreib-Bootcamp. Ich fahre hin und du kommst mit.”

Wer soll da Nein sagen? Außerdem klang es einfach zu gut: Leute brechen weinend zusammen und es gibt eine ganz großartige Küche – damit hat man mich schnell. Mit der Küche, meine ich jetzt.  Organisiert wird es von Michael Marcus Thurner und eingeladener Gast war dieses Mal Robert Corvus: Beides bekannte und erfolgreiche Autoren. (Und auch beides sehr liebe und symathische Menschen. 🙂 )

Es war trotzdem keine leichte Entscheidung. Das Camp klang toll, das Programm klang toll, Leiter und Gast ebenso und dieses Jahr gab es einen Fantasy/SF-Schwerpunkt (!), aber ich wusste einfach nicht, ob ich das finanziell stemmen kann. (Ich rechne ja mittlerweile in Cover/Lektorats-Einheiten. Früher habe ich in Cola Kracher gerechnet. So ändert sich das Leben.)

Ich glaube, ich habe die arme Jery über einen Monat hingehalten. Im Endeffekt habe ich die Entscheidung dann so getroffen, wie ich praktisch jede treffe: Aus dem Bauch heraus. Die Finanzen waren irgendwie aufzutreiben und ich hatte einfach das Gefühl, dass mich dieses Camp wirklich weiterbringen würde. Ich habe tatsächlich noch einen Platz ergattert. (Klar, sonst gäbe es den Beitrag nicht, aber wenn ihr ein Thurner-Camp machen wollt: Früh buchen, Leute! )

Das Schreibcamp hat in Wiener Neustadt stattgefunden – endlich mal eine  Büchersache, für die ich nicht Stunden im Zug verbringen musste! Geschlafen wurde in einem Container-Hotel, aber der Workshop selber war auf einem traumhaften Reitgestüt.

Ich habe mein Handy in dieser Woche kaum angerührt: Live-twittern vom Schreibcamp funktioniert eben nicht. 😉 Dadurch habe ich auch leider wenig bis keine Fotos gemacht, aber stellte euch einfach ein idyllisches Gelände mit zuckersüßen Fohlen vor und ihr wisst, wo ich die Woche verbracht habe. (Mehr Fotos seht ihr im YouTube Bericht von Robert Corvus, wo auch ein Interview mit Marlene von Hagen dabei ist.)

Das Schreibcamp

Die ersten 2 1/2 Tage haben wir die Texte besprochen, die wir eingereicht hatten. Den Reader hatten wir alle vorab bekommen und ich konnte mir von der Kritik der anderen Texten selber einiges mitnehmen. Zum Beispiel beäuge ich jetzt jede meiner geliebten Und-Konstruktionen mit Misstrauen.

Es waren alle respektvoll mit ihrer Kritik der anderen, niemand wurde “fertig gemacht”. Michael Marcus Thurner und Robert Corvus waren sich nicht immer einig und haben wohl auch eine ganz unterschiedliche Arbeitsweise, was ich persönlich sehr spannend gefunden habe.  Es führen eben doch viele Wege nach Rom.

Nach den Textbesprechungen ging es dann mit den anderen Übungen los: Exposes schreiben, Pitchen und Schreibaufgaben (wahlweise Kampf- oder Erotikszenen). Wir haben Kurz-Lesungen unserer eigenen Texte gehalten, auch da war das Feedback wieder Gold wert. Robert Corvus hatte zudem Übung zu Weltenbau, Magiesystemen und Figurenentwicklung im Gepäck.  Diese Mini-Workshops haben wir in immer neu zusammengestellten Kleingruppen gemacht. Es ging hauptsächlich um den Arbeitsprozess – mit den “fertigen” Entwürfen wurde nicht weitergearbeitet – und es war echt spannend zu sehen, wie sich Figuren und Welten entwickeln, wenn man nicht nur die eigenen Gedanken darin verspinnt. Die Gruppenarbeiten haben mich tatsächlich in meinem Wunsch bestärkt, irgendwann einmal ein Projekt mit jemand anderem zu schreiben.

 

Der Schreckensstuhl der Solo-Auftritte. Ich bin regelmäßig vor Nervosität gestorben.

Am Abend war ich dann platt. Irgendwie habe ich es trotzdem geschafft, immer mehr als die geplante halbe Stunde mit den anderen in der Hotel-“Bar” zu versumpfen. Aber gegen solch nette Gesellschaft ist man halt machtlos.

Was hat das Schreibcamp also gebracht? (Außer das eine oder andere Kilo mehr, die Küche war echt fantastisch.) Unglaublich viel Input, der immer noch sickert. Besser kann ich es leider wirklich nicht formulieren. Es hat mir auch gezeigt, dass ich Texte produzieren kann, wenn man mir eine Ausgangsidee hinwirft und den Wecker auf eine Stunde stellt. Da war ich bisher zu nett zu mir. Und – stärker noch als die Büchermessen – hat es mir wieder klar gemacht, wie sehr ich dieses Autorenleben will. (Und natürlich die Bestsellervilla mit Fliederhecke :p)

Wie hart war es jetzt wirklich? Ich habe es nicht als hart empfunden. Früher gab es wohl noch “Hausaufgaben” zum in der Nacht schreiben, das fiel für uns weg. Die Tage waren lange und ja, auch anstrengend, aber es gab gemütliche Mittag/Abendessen und genug Pausen mit anregenden Gesprächen über Gott und die Welt und natürlich das Schreiben. Außerdem: Eine Woche nur Textarbeit mit anderen AutorInnen? Traumurlaub.

Brauche ich auch so ein Schreibcamp? Jein? Das kommt darauf an, was du für eine Art von Mensch und wo du mit deinem Schreiben gerade bist. Es ist kein Geheimtipp für einen “Schreiberfolg”, nichts Richtung “Lerne Bestseller schreiben in 5 Tagen”, aber es kann dich weiterbringen, wenn du offen für  Kritik bist.  Hör auf dein Bauchgefühl (nach einem Blick aufs Konto) und entscheide dann.

Es ist auch sicher jedes Schreibcamp anders, das Programm ist schließlich nur eine Seite und die teilnehmenden Menschen die andere. Ich fand, dass unsere Gruppe gut harmoniert hat und – wie bereits gesagt – kam bei den Feedbackrunden kein unguter Ton auf, Kritik war immer sachlich und wurde nie persönlich.

Werde ich wieder fahren? Ich würde jederzeit wieder fahren. Schon wegen der Küche :p

Wart ihr schon mal auf einem Schreibcamp? Würdet ihr gerne einmal fahren?

 

Die erste Lesung

Die erste Lesung ist ja immer etwas Besonderes und ich muss ehrlich sagen: Was erste Lesungen betrifft, habe ich den absoluten Jackpot gezogen und durfte im Dezember 2017 an der Akademie für Kommunikation in Stuttgart lesen.

Lesungen sind etwas, was ich ohne die liebe Einladung von Claus R. Kullak wahrscheinlich Jahre vor mir hergeschoben hätte. Was das angeht, bin ich ein kleiner Feigling. (Nein, nicht der zum Trinken.) Doch dann kam die Einladung und ich bin völlig fassungslos vor Glück vor dem Laptop gesessen und habe auf die Email gestarrt. Wer jetzt glaubt, dass das übertrieben ist: Ich bin eine unbekannte Dark Fantasy Indie-Autorin, die zu diesem Zeitpunkt gerade ihr erstes Buch veröffentlicht hatte. Und dann werde ich zu einer Lesung nach Stuttgart eingeladen! Ich habe natürlich sofort zugesagt.

Und was soll ich sagen, es war einfach nur toll. <3

Der Tag ging mit einer Fragerunde der SchülerInnen los. Es ist immer schön, mit anderen AutorInnen zu reden und es kamen interessierte und spannende Fragen. Ich habe mich wirklich gerne mit ihnen unterhalten. Danach kam ein Interview, das sogar gefilmt wurde – die Schule hat künstlerische Schwerpunkte wie Film und ich war sehr neidisch: Auf die Schule wäre ich auch gerne gegangen! – und dann haben die Design-SchülerInnen ihre Unstern-inspirierten Arbeiten präsentiert.

Ich war – und bin – völlig geplättet, was für tolle Sachen die SchülerInnen zu meinem Buch gemacht haben. Ich glaube, ich habe die gleichen Komplimente im Kreis wiederholt, mir hat es zum Teil schlicht die Sprache verschlagen. Zu sehen, zu was das eigene Buch andere inspiriert war einfach der Wahnsinn. Wenn ihr die Werke auch bewundern wollt, könnt ihr das hier tun.

Nach der Präsentation habe ich noch mit den Design-SchülerInnen geplaudert, es war eine sehr lustige und anregende Unterhaltung, die mir unglaublich viel Spaß gemacht hat.

Und dann kam die Lesung. *dam dam dam daaaam*

Ich war so nervös, ich habe kaum etwas von der köstlichen Pizza hinunterbekommen, die es davor gab. Lisa und Sophie, die mich den ganzen Tag über super lieb begleitet haben, haben auch durch die Lesung geführt. Lisa hat die Lesung mit dieser Rede eingeführt – ich sollte sie wirklich als meine Werbetexterin engagieren.

Wir befinden uns in Alat, einer Stadt voller Menschen, Halbblüter, Magier und Dämonen. Es ist heiß, der blaue Ruß der Glasschmieden klebt an den Fenstern. Die Läuferin Kerra betritt das Nest, das gefährlichste Viertel der Stadt, um jemandem eine Nachricht zu überbringen.
Kerra und ihre Freunde Sidra und Dolan sind Unsterne, wie man Magielose im Volke der Bahnu nennt. Ihnen ist es verboten zu versuchen, Magie zu erlernen, und als Dolan dabei ertappt wird, fliehen die drei in die Stadt Alat. Um ihre kranke Freundin Sidra zu retten, geht Kerra mit dem Oberhaupt der Verbrecher im Nest einen gefährlichen Handel ein und gerät so in einen Konflikt zwischen der Stadtwache, den Gesetzlosen und den Magiern, der ihr vielleicht das Leben kosten könnte. Nachdem Dolans Magieschriften entdeckt und er ins Gefängnis geworfen wird, muss sie sich für seine Befreiung neue Verbündete suchen. Darunter befinden sich ein zwielichtiger Heilermeister, der Verbrecherkönig, ein Halbblut und ein Soldat der Stadtwache. Ein Plan nach dem anderen misslingt und die Schlinge um Kerras Hals zieht sich immer fester. Gibt es die sagenumwobene Glasbrücke wirklich? Was schlummert unter der Stadt? Und wer ist der Mondschieber, der nachts angeblich Menschen aus der Stadt schmuggelt?

Katrin Ils‘ Charktere sind nicht nur Statisten. Auf meisterhafte Weise haucht sie ihnen Leben ein, gibt ihnen überzeugende Persönlichkeiten, eigene Träume und Motivationsgründe. Das Geschehen in Unstern ist kein Fluss, der als eine Masse stur in eine Richtung hinunter fließt, sondern ein aus den unterschiedlichsten Fäden gewebtes Kunstwerk, das aus den vielen Beweggründen der Charaktere entsprungene Handlungsstränge gekonnt miteinander verbindet. Im Roman werden die Charaktere lebendig, die Handlung ist fesselnd und realistisch.
Vor dem inneren Auge ist die Stadt Alat klar zu sehen. Ab der ersten Seite werden Sie, liebes Publikum, von der Erzählung vollkommen gefangen sein.
Und wer einmal in die magischen Fänge Alats geraten ist, der kommt so leicht nicht wieder dort heraus.*

Hammer, oder?

Dann war ich dran. Dem Feedback nach hat man mir nicht angesehen, dass ich vor Nervosität fast gestorben wäre und ich war wirklich froh, meine Zettel auf einem Tisch ablegen zu können. Meine Hände haben erst bei der letzten Szene zu zittern aufgehört. Entspannt habe ich mich dann erst bei der Fragerunde.

Danach gab es ein Buffet und die vielen netten Gespräche haben diesen Tag perfekt abgerundet.

Fazit: Lesungen machen Spaß. Ich sterbe zwar davor und währenddessen vor Nervosität, aber ich lese gerne vor anderen Leuten und freue mich schon auf meine nächste Live-Lesung, am 19.5.2018 im books4life.

Aber meine erste Lesung wäre mir nie als eine so tolle Erfahrung im Gedächtnis geblieben, wenn sie nicht mit all den lieben SchülerInnen und LehrerInnen der AfK verbunden wäre. So lächel ich noch immer, wenn ich daran denke und ich hoffe, zumindest ein paar dieser wunderbaren Menschen wieder “in echt” zu treffen.

*Ich habe die Rede natürlich mit Lisas Erlaubnis hier gepostet. Schaut unbedingt auf ihr Instagram und auch auf das von Sophie – die beiden waren echt der Wahnsinn. <3 Vielen vielen Dank noch einmal für alles!

Signierte Exemplare

Ich bekomme immer wieder Anfragen, ob man von mir auch signierte Exemplare bekommt. Da ich mich jedes Mal sehr darüber freue, hat es mir immer sehr leid getan, das verneinen zu müssen.

Der Grund, warum ich bis jetzt ablehnen musste, war das Porto*. In Österreich gibt es keine Buchpost und das Porto nach Deutschland fängt bei 5,50 an. Dazu kommt, dass die Bücher immer über eine Woche, manchmal sogar drei Wochen (!) nach Deutschland brauchen, obwohl mir die Post jedes Mal etwas von 2-4 Tage erzählt. Ha! kann ich da nur sagen. Die österreichische Post beschäftigt offensichtlich noch reitende Boten und ein Teil des Portos geht vermutlich für Hafer drauf.

Jetzt habe ich aber eine Lösung gefunden. *räusper*

Ich werde eure signierten Bücher mitnehmen, wenn ich zu meiner Familie nach Salzburg fahre, denn von dort ist es ein Katzensprung über die deutsche Grenze. Das bedeutet Buchpost und vielleicht sogar normalere Lieferzeiten (für letzteres kann ich nicht garantieren).

Da ich nicht wegen jeder Buchbestellung nach Deutschland fahren kann, werde ich ein paar Mal im Jahr die Bestellung für signierte Exemplare eröffnen.  Heißt, ich werde auf allen SocialMedia-Kanälen und hier Bescheid geben, wenn eine Bestellungsrunde eröffnet ist und wie lange sie geht. (Spoiler: Bis zu dem Tag, an dem ich in den Zug steige. Deswegen ist die Deadline hier auch wirklich die Deadline: So gut der Service der Westbahn auch ist, sie werden für mich nicht noch einmal zurückfahren.)

Sobald ich die Bestellrunde eröffnet habe, seid ihr dran.

Ihr

  • schreibt mir eine E-Mail an katrin.s.ils@gmail.com
  • sagt mir, ob ihr das Buch nur signiert haben wollt oder auch mit persönlicher Widmung
  • überweist mir das Geld per Paypal/direkt aufs Konto
  • und ich schicke euch das Buch, das hoffentlich innerhalb einer Woche nach der Deadline bei euch ist
  • seid euch auch bewusst, dass ich nur das Buch und keine Goodies schicken kann (Buchpost)

Das heißt natürlich auch, dass es ein bisschen dauert, bis das Buch bei euch ist. Wenn ihr gleich am ersten Tag bestellt und die Leute zwei Wochen Zeit haben, wird das Buch vermutlich drei Wochen nach eurer Bestellung bei euch sein. Ich schreibe das dazu, weil wir alle von Amazon&Co Lieferzeiten von höchstens drei Tagen gewöhnt sind.

* Für die Schweiz habe ich leider noch keine Lösung gefunden. Da fängt das Porto gleich mal zweistellig an 🙁

Das 2. Mal

Vergesst die Panik vor dem ersten Mal. Das erste Mal ist großartig! Völlig egal, was alles danebengeht, man kann sagen: Hey, ich mach das hier zum ersten Mal. Und außerdem kann man auf das Anfängerglück vertrauen. Beim zweiten Mal sieht das schon ganz anders aus, da sollte man dann zumindest mehr als eine ungefähre Ahhnung haben, wie das alles funktioniert. Und das allerschlimmste: Man hat bereits Erwartungen geweckt.

Ich stehe jetzt kurz vor dem zweiten Mal. Das Lektorat ist so gut wie abgeschlossen, etwas Politur noch, und dann lass ich meine Testleser auf mein zweites Buch los. Ein letzter Kontrolllauf, bevor ich auf “Veröffentlichen” klicke und den zweiten Teil der Serie in die Welt entlasse. Und ich bin nervöser als beim ersten Mal.

Als Unstern hinauskam, war ich nervös. Immerhin macht niemand gerne mit seinem Debüt einen Bauchfleck. Vor allem nicht, wenn man für alle Entscheidungen selbst verantwortlich ist und das beeinhaltet als Indieautorin auch die Entscheidung zu veröffentlichen. Das Feedback war so überwältigend positiv – Unstern hat es sogar auf der Longlist für den IndieSERAPH geschafft – dass ich immer noch ganz baff bin.

Und dann ging es an das zweite Buch.

Manche Sachen sind viel einfacher. Ich habe eine tolle Coverdesignerin, die im Handumdrehen ein Cover für Flammendunkel parat hatte. Ich habe mich mittlerweile mit InDesign angefreundet und mit meiner Alphaleserin und meiner Lektorin das ideale Team am Start. Viele von den kleinen Dingen, die mich das erste Mal schlaflose Nächte gekostet haben, tauchen dieses Mal gar nicht auf meinem OhmeinGottOhmeinGotOhmeinGottWasmachichnur-Radar auf. Der Vorteil, wenn man zumindest schon ein bisschen besser weiß, was man da eigentlich tut.

Dass, und das ich gelernt habe, mich zu entspannen und mich nicht wegen jeder Kleinigkeit selbst in den Wahnsinn zu treiben. Selfpublishing ist gut für die Persönlichkeitsentwicklung kann ich nur sagen.

Aber nun habe ich LeserInnen. (Und zwar die allertollsten. Sorry, liebe KollegInnen, aber meine LeserInnen sind die besten.) Und die könnte ich jetzt enttäuschen. Denn beim ersten Buch einer neuen Autorin erwarten sich die meisten noch nicht viel. Nicht unbedingt, weil es das “erste erste” Buch ist, sondern weil man den Autor noch nicht kennt. Das geht mir als Leserin genauso, das erste Buch, dass ich von einer Autorin lese, lese ich völlig unbefangen. Das gefällt mir, oder eben nicht. Aber das zweite und alle weiteren? Da gehe ich mit einer Erwartungshaltung heran.

Und nun bin ich nervös,  weil ich meine LeserInnen und ihre Erwartungen nicht enttäuschen will.

Ich habe mir von anderen Autoren sagen lassen, dass ich damit nicht alleine bin, aber das ist nicht wirklich eine Hilfe. Dass es bei jedem weiteren Buch genauso weitergeht, auch nicht.

Was ich mit diesem Post sagen will? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

Vielleicht: Genießt euer Debüt, liebe Schreibende! Dass euch niemand kennt, niemand auch nur eine veröffentlichte Seite von euch gelesen hat, gibt euch eine nicht zu verachtende Unbeschwertheit. Genießt sie!

Vielleicht auch: Veröffentlichen scheint mit jedem Buch eine emotionale Achterbahn zu sein, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Und irgendwie ist das ja auch schön.

 

Was zum &%$Q ist patreon?

Seit  meine patreon Seite online ist, haben sich in meiner Inbox neben Glückwünschen (Danke!) und Pledges* (Yay!) auch viele Fragen wie die des Post-Titels gefunden. Nur viel höflicher.  Also dachte ich mir, ich beantworte alle Fragen ausführlicher in einem Blogpost.  Los geht’s!

*pledges = Ein “Abo”, sprich eine Unterstützungszusage.

Was ist dieses patreon?

Patreon ist eine Plattform, auf der sich Creators vorstellen und eine Art monatliche Abos  in verschiedenen Stufen  – Start: 1 USD – anbieten. Interessierte zahlen entweder einmal im Monat den Betrag, den sie sich ausgesucht haben und bekommen dafür Zugriff auf die Extras, die sich der Creator für dieses Abo-Level ausgedacht hat. Oder sie zahlen pro Beitrag, der sie interessiert. Das kann man sich allerdings nicht aussuchen: Welche Optionen möglich sind, wird vom jeweiligen Creator festgelegt. Wenn man den Creator nicht mehr abonnieren möchte oder kann, kann man seine Unterstützung einfach beenden.

Warum ich das englische Wort “Creator” verwende? Weil ich nicht weiß, wie ich das auf Deutsch ordentlich ausdrücken soll (und das als Autorin!), den Künstler greift zu kurz. Man findet dort DesignerInnen, AutorInnen, You-Tuber, Fotomodels und und und… Schaut euch einfach einmal dort um.

Verboten ist alles was unter hate speech fällt, rassistische, homophobe, sexistische Inhalte werden nicht geduldet und man kann mit patreon auch kein Drogenlabor finanzieren.

Also so eine Art Crowdfunding-Kickstarter?

Ja, das trifft es gut. Der Unterschied ist, dass bei Kickstarter etc. die finanziellen Mittel für ein bestimmtes Ziel gesammelt werden, etwa für einen Independentfilm. Kommt das Geld nicht zusammen, fällt das Projekt ins Wasser und die Leute bekommen ihr Geld zurück. Hier ist es ein fixer monatlicher Betrag, der nicht an ein Ziel geknüpft ist.

Von den Beträgen streicht patreon 5% ein und paypal behebt je nach Betrag gewisse Gebühren, der Großteil der Summe landet aber tatsächlich bei der Autorin/Designerin/Filmemacherin. Yay!

Wer mitmachen möchte – ob als Creator oder Unterstützer (patron) – braucht nur einen patreon account und paypal/eine Kreditkarte.

Wie hast du patreon gefunden?

Ich persönlich habe patreon vor ca. 2 Jahren über Designer gefunden, denen ich auf anderen SocialMedia-Kanälen gefolgt bin. Dass diese Plattform für mich als Autorin vielleicht auch interessant sein könnte, der Gedanke ist mir damals noch nicht gekommen.

Das System fand ich aber von Anfang an toll, ich bin auch jemand, der online -“Kaffeegeldkassen” liebt. Es ist eine nette und einfache Art, Leuten zurückzugeben, die z.B. auf pixabay ihre Fotos gratis zur Verwendung anbieten oder sich bei Bloggern für spannende Artikel zu bedanken.

Ich bin auch AutorIn! Soll ich auch eine patreon-Seite machen?

Klar, warum nicht? Solange du patreon nicht als einen schnellen Weg zum Reichtum siehst und dir bewusst ist, dass das viel Arbeit ist: Nur zu. Die Inhalte, die du auf patreon teilen willst, die “Abolevel” (Tiers) die du anbietest, wann und wie viel du postest – das will alles gut durchdacht sein.

Manche Autoren bieten jeden Tag ein Gedicht an, andere posten ihre neuen Bücher kapitelweise, während sie schreiben. Das ist beides nichts für mich, weil ich keine Gedichte schreibe und meine Bücher nicht in der “richtigen” Reihenfolge schreibe. Also überlege dir, was du anbieten kannst, was zu deinem Arbeitsprozess passt und was du durchhalten kannst, auch über Jahre.

Klein anfangen und lieber später steigern, ist zumindest mein Motto.

Hm, ich überlege dort Leute zu unterstützen, aber ich noch unsicher. Soll ich wirklich?

Die Frage kannst du dir nur selber beantworten.

Ein paar allgemeine Informationen: Man kann anonym dort auftreten, denn alles, was von anderen gesehen wird, ist der Benutzername, die Email-Adresse und das Level, für das man sich entschieden hat (also 1 USD, 5 USD, 100 USd etc.). Man kann die Unterstützung jederzeit beenden.

Aber machen wir eine kurze Plus-Minus Liste.

Gründe dagegen

  • Du kannst es dir finanziell nicht leisten. Es gibt Zeiten, da ist auch 1 USD im Monat einfach nicht drinnen. Ich kenne das, es sind nicht die lustigsten Monate/Jahre. Lass dich von niemandem dazu drängen oder dir ein schlechtes Gewissen einreden. Auch nicht von dir selber!
  • Du willst eigentlich nicht, aber du kennst den/die AutorIn persönlich und hast das Gefühl, du solltest. Ähm, nein. Höflichkeitsunterstützung ist keine gute Idee. Irgendwann bist du nämlich genervt, wenn du die Person nur siehst. Der/die AutorIn muss nervlich aushalten, dass du ihn/sie eben nicht finanziell unterstützen willst. Wenn die Person denkt, ein Anrecht darauf zu haben, weil ihr euch kennt, dann – ähm-  bist du sicher, dass du sie weiter kennen willst?

Gründe dafür

  • Du bekommst coole und exklusive Einblicke in die Arbeit von einem Künstler, dessen Arbeit du magst und lernst den Menschen dahinter näher kennen.
  • Du machst dem Künstler damit ein ganz besonderes Geschenk: Zu sehen, dass Menschen die eigene Arbeit oder auch den Künstler so schätzen, dass sie bereit sind, ihn finanziell zu unterstützen – das ist ein Riesenkompliment, über das sich der- oder diejenige wie wahnsinnig freuen wird. Auch wenn es “nur” 1 USD ist – die Geste reicht weit.

Wenn du unsicher bist, weil du die Person kennst, sie unterstützen willst, aber nicht weiß, ob die Designerin das nicht eigenartig findet: Einfach fragen 🙂 Entweder er/sie ist total gerührt und nimmt dankend an, oder er/sie ist total gerührt und lehnt dankend ab.

Unterstützt du eigentlich auch Leute auf patreon?

Ja. Ich habe auch ein privates Profil auf patreon, mit dem ich meine Lieblingsdesigner stalke. Allerdings bin ich am Überlegen, alles über meine Autorenseite zu regeln, denn die Frage kommt so oft, dass ihr offensichtlich meine Leute mitstalken wollt. 😉

Bei wem ihr aber auf jeden Fall vorbei schauen solltet, ist die bezaubernde Kia Kahawa <3

Das war die Fragensammlung, die die letzten Tage in meiner Inbox gelandet ist. Wenn ihr noch weitere Fragen oder auch Anmerkungen habt: Ich freue mich auf eure Kommentare <3

Amazon und die Autorin

Mein Blog wird unsanft mit einem brutalen Thema aus dem Schlaf gerüttelt. Mit Monopolstellungen und Zahlen. Sagt man als Autorin, wenn es in einem Shop nicht gut läuft? Ich weiß es nicht, aber: Warum eigentlich nicht? Ich bin eine Freundin von Austausch und Erfahrungsberichten und deswegen:

Mein Jahr auf Amazon und Tolino inkl. feschem Tortendiagramm.

Man kann über Amazon eine Menge sagen. Es ist kein Traumunternehmen, es reißt Märkte an sich und dort zu arbeiten stelle ich mir beschränkt lustig vor. Für mich als Indie-Autorin kommt dann das große ABER: Ohne Amazon gäbe es Selfpublishing in dieser Form nicht. Sie haben den Indie-AutorInnen den Weg geebnet, sie diskrimieren nicht: Egal ob Groß-, Klein- oder Selbstverlag, alle Bücher werden gleichberechtigt präsentiert. Die LeserInnen entscheiden, was sie wollen und in den Amazoncharts finden sich nicht wenige Indie-Titel.

So weit, so naja. Denn das Problem von Platzhirschen ist, dass sie von heute auf morgen die Regeln ändern können. Amazon hat quasi über Nacht  Prime Reading eingeführt und die Indie-Szene hat erstmal kollektiv zum Riechsalz gegriffen. Die Gemüter haben sich nur langsam beruhigt, denn es hat wieder eines vor Augen geführt: Wenn ich mit meinen Büchern bei einem einzigen Anbieter bin und dieser die Regeln ändert, kann ich als AutorIn sehr schnell weg vom Fenster sein.

Wenn Amazon beschließt, statt 70% nur noch 30% auszuschütten, können sich die AutorInnen entweder beugen oder gehen. Nur: Wohin? Kein anderer Shop bietet aktuell auch nur annähernd vergleichbare Sichtbarkeit. Amazon hat schlicht keine ernstzunehmende Konkurrenz.

Als ich im Mai 2017 Unstern veröffentlicht habe (ja, es ist ein Amazonlink :p), wollte ich diese Abhängigkeit eben nicht. Also stellte ich das Buch auch auf Tolino. Und wartete. Und nichts passierte. Tolino machte Werbung. Ein kurzes Aufleben – was bei einem Verkauf von praktisch 0 nicht schwer ist – und dann wieder nichts.

Das soll kein Tolino-Bashing sein. Die Leute, mit denen ich geschrieben habe, waren alle sehr nett und ich weiß von Kollegen, bei denen Tolino super läuft und Amazon dafür  nicht und habe Gerüchte gehört, dass sich bei manchen die Verkäufe fast 50-50 auf die Plattformen aufteilen.

Bei mir sieht es nach guten 8 Monaten allerdings so aus:

Theoretisch bin ich nicht von Amazon abhängig, denn ich bin ja bei Tolino. Praktisch gehe ich genauso baden wie der Rest der Amazon-only AutorInnen, wenn Amazon die Regeln zu unserem Nachteil ändert. Denn Unstern verkauft sich brav. Aber nur auf Amazon.

Eine theoretische Absicherung hilft mir leider nicht und nach einigem Grübeln und Gesprächen mit Freunden und Autorengruppen, habe ich nun eine Entscheidung getroffen.

Im Jänner werde ich Unstern in KindleUnlimited* geben und den zweiten Teil, wenn er dann erscheint, auch.

Ob Dark Fantasy mit genau 0 Romantik dort läuft? Ich habe keine Ahnung. Aber ich werde es herausfinden – und berichten. Vielleicht breche ich den Versuch nach den drei Monaten ab und kehre zu Tolino zurück. Vielleicht schießen meine Zahlen bei Tolino, Weltbild und Co in den nächsten zwei Wochen dermaßen in die Höhe, das es Wahnsinn wäre von dort wegzugehen. Wahrscheinlich aber nicht. Und deswegen beginnt für mich im neuen Jahr das Experiment Dark Fantasy und KU.

Meine Tolino-LeserInnen: Ich habe wirklich lange überlegt, ob ich das machen soll, da ich immer noch die Hoffnung/Illusion habe, dass es sich bei Tolino einfach nur um ein Geduldsspiel handelt. Ich will niemanden ausschließen und verstehe gut, wenn jemand nicht bei Amazon kaufen will. Aber – und das ist die grausame Realität – meine Designerin und meine Lektorin werden sich nicht ewig von mir mit Palatschinken bezahlen lassen. Vermutlich, weil sie die schlecht an Vermieter und Stromlieferanten weitergeben können. Und deswegen muss ich fürs Erste den aktuellen Zahlen folgen. Und die führen nun einmal zu Amazon.

*Kindle Unlimited ist ein Leseabo für Kindle. Die AutorInnen, die dort dabei sind, dürfen ihre ebooks nur für Kindle anbieten. Print ist allerdings nicht auf Amazon gebunden.

Deadlines und Wordcount: Sinn und Unsinn

Man kann kaum ein Gespräch mit einer Autorin führen, ohne dass entweder das Wort Deadline oder Wordcount fällt. Gut, man bekommt auch oft Sachen wie Ich denke, ich bringe ihn einfach um zu hören.

Aber Wordcounts und Deadlines bestimmen den Autorinnenalltag:

Mein Verlag will noch 30 Seiten. – Ich muss die Szene bis Dienstag fertig haben.- Sind 60.000 Worte für YA zu viel oder zu wenig? – Oh Gott, ich schaffe das nie bis August!

Nur wer wirklich nur für sich schreibt, bleibt davon verschont. Doch spätestens wenn ein Testleser im Spiel ist, sieht die Sache anders aus. Denn die anderen Menschen stehen einem nicht 24/7 zur Verfügung und richten ihr Leben kaum nach dem persönlichen Zeitplan aus. (Ich weiß, ich weiß, ich finde das auch eine Frechheit.)

Doch gerade beim Schreiben sind Wordcounts wie Deadlines so eine Sache.

Denn ich kann mir alle Deadlines und Wordcountziele der Welt setzen: Der kreative Prozess lässt sich nur bis zu einem gewissen Grad erzwingen. Irgendwann ist Schluss, die Muse bockt und der Wordcount/dieDeadline wird entweder nicht erreicht, oder aber das Manuskript ist nicht das, was es werden sollte.

Das klingt ein bisschen nach einer Ausrede, nicht wahr? Ich wollte ja fertig werden, aber ach, die Muse, die Muse! *sinkt in dramatischer Pose auf den Diwan nieder*

Doch es geht mir hier nicht darum, Ausreden dafür zu finden, warum man Deadlines nicht einhalten konnte oder das Buch immer noch nicht erschienen ist. Davon hat schließlich niemand was, am wenigsten der betroffene Autor.

Im Gegenteil, es geht mir darum herauszufinden, wie man Wordcounts und Deadlines so einsetzt, dass sie einem helfen. Denn eines sei hier gleich festgehalten: Es gibt einen Grund, warum sie das Autorenleben bestimmen.

Ohne Deadlines kann man weder mit Testlesern noch Lektoren sinnvoll zusammenarbeiten. “Irgendwann dann” ist nicht gerade eine stichhaltige Antwort, wenn die Betaleserin wissen will, wann sie mit dem Text rechnen kann. Und irgendwie muss man ja auch den Fortschritt messen können, um zu sehen, wo man bei dem Manuskript steht. Der Wordcount bietet sich da an und, Hand aufs Herz, wer von uns ist von NaNoWriMo nicht darauf trainiert, ihn sich als Ziel zu setzen? (Nichts gegen NaNo – ich freue mich jedes Jahr darauf.)

Aber was, wenn man sich nun brav Deadlines und Wordcountziele gesetzt hat und feststellt, dass einen das nicht produktiver macht? Schlimmer noch, wenn es einen demotiviert? Bei allen funktioniert es und was eine richtige Autorin ist, hat Wordcountziele! Tägliche! Und wenn es einen umbringt!

Wie sinnvoll die täglichen 500/1000/2000 Worte sind, wird manchmal gar nicht mehr hinterfragt und das ist der Punkt, an dem ich eben einhaken möchte.

Grundsätzlich gilt wie immer: Ihr kennt euch selbst am besten. Doch oft traut man sich gerade am Anfang nicht, sich keine Wortziele zu setzen. Oder Deadlines. Noch einmal, der Post soll keine Ausreden zum Nichtstun bieten. Er soll euch einfach dazu einladen, euch anzusehen, ob die Art wie ihr aktuell eure Wordcount/Deadline-Ziele setzt für euch auch hilfreich ist.

Nicht alle Autorinnen sind gleich, um nicht zu sagen, man trifft selten eine Gruppe Menschen, die so unterschiedlich das Gleiche tun.

Ich habe über die Jahre für mich und die Art, wie ich funktioniere, viel falsch gemacht: Unerreichbare Deadlines, sinnlose Wortziele und der Ausgang war immer der gleiche: Ich war frustriert, weil ich an meinen Zielen gescheitert bin, habe mir noch strengere Ziele gesetzt oder das Manuskript Monate liegen lassen und mich grundsätzlich sinnlos gestresst, weil ich nicht schreibe, zu wenig schreibe etc etc.

Aber schauen wir uns die berüchtigten Wordcounts und Deadlines einfach näher an.

Wordcounts

Das Gute

  1. Man sieht auf einen Blick, was man geschafft hat und wie viel noch zu tun ist (auch wenn das zum Teil trügt, doch dazu später)
  2. Es ist eine klare Maßeinheit und wir Menschen mögen das. “Eine Szene” kann viel sein, aber an 500 Wörtern lässt sich nicht rütteln.
  3. Sie sind wichtig, da vom fertigen Buch je nach Genre eine gewisse Länge erwartet wird. Wörter zeigen die nackten Tatsachen: 300 Seiten können je nach Seitenformat, Schriftgröße und -art alles sein, aber 70.000 Worte sind 70.000 Worte.

Das Schlechte

  1. Sie können einen täuschen. Gut, das tägliche Wortziel ist erreicht, aber wenn davon die meisten Wörter sinnlose Beschreibung oder überflüssige Adjektive sind, bliebt davon nicht viel über. Schon klar, auch kleine Schritte sind Schritte und zumindest hat man geschrieben, aber in gewissen Phasen sind sie kein guter Anhaltspunkt dafür, zu sehen was man geschafft hat.
  2. Sie verleiten dazu, Blödsinn zu schreiben, nur um das Wortziel zu erreichen. (NaNo anyone?) Oder bin ich die einzige, die sich dabei ertappt hat, Sätze zu schreiben, von denen ich beim Tippen schon wusste, dass sie wieder fliegen werden? Und ja, für mich ist es ein Unterschied, ob ich einen miesen Übergang schreibe, weil ich einfach einen Platzhalter brauche oder ob ich eine Szene in den Text hineinwürge, um den täglichen Wordcount zu erreichen.

Wann sind Wordcounts also eine gute Sache?

Ich persönlich setzte mir Wordcountziele, wenn ich die Rohfassung schreibe. Beim Überarbeiten, wo ganze Szenen fliegen, depremiert mich das sonst viel zu sehr. Obwohl Scrivener brav die Worte zählt (und die gelöschten wieder abzieht *grummel*), benütze ich dafür eine App und zwar

Writeometer (nur Android): Man kann sich ein Tages- und ein Gesamtziel setzen und anhand der Deadline berechnet die App auch den nötigen täglichen Wordcount, um das Ziel zu erreichen. Und erklärt einem mit traurigem Gesicht, dass man drei Wochen später als geplant fertig ist, wenn man sein Schneckentempo beibehält. Ein Alarm erinnert einen ans Schreiben und es gibt sogar ein integriertes Belohnungssystem, wo man für sich selber eintragen kann, womit man sich wann belohnen möchte.

Die Rohfassung ist die einzige Phase, wo ich darauf achte, wie viele Wörter ich schreibe und wie viele ich noch brauche, um rechtzeitig fertig zu sein. Ab dann lasse ich den Wordcount links liegen, weil er mir persönlich dann keine brauchbare Information mehr liefert.

Bei den Überarbeitungen setzte ich mir dann Ziele wie “Kapitel/Szene überarbeiten” oder auch “Szene X” schreiben (ohne Wortanzahl). Da arbeite ich dann ausschließlich mit meinem Whiteboard, wo jede Szene ihre Karteikarte bekommt.

Klingt logisch (hoffentlich zumindest?), aber ich habe lernen müssen, den Wordcount ab einem gewissen Zeitpunkt zu ignorieren.

Deadlines

Manche bekämen ohne sie gar nichts auf die Reihe (“Ich habe ein Motivationsproblem, bis ich ein Zeitproblem habe”), andere gehen in dem Abgabestress richtig auf und wieder andere sehen sie als notwendiges Übel, das vor allem von den Kollegen nie eingehalten wird.

Das Gute

  1. Sie machen Druck. Sie sorgen dafür, dass wir in die Gänge kommen und Sachen fertig werden.
  2. Sie organisieren uns. Lektorinnen und Korrektoren wissen, wann der Text auf ihrem Schreibtisch landet, Autorinnen, wann die Fassung vom Testleser zurückkommt. Nur so können Verlage ihr Programm planen und Indieautoren rechtzeitig Slots bei dem Lektor ihrer Wahl buchen.
  3. In einer idealen Welt sorgen sie für einen reibungslosen Ablauf, vor allem bei Projekten, wo mehrere Menschen/Stellen aufeinander angewiesen sind.

Das Schlechte

  1. Sie machen Druck. Manchmal so viel Druck, dass er uns lähmt und wir der Deadline entgegenstarren, wie einem entgegenkommenden Zug.
  2. Eine nicht eingehaltene Deadline sorgt bei zu knapper Planung für einen Dominoeffekt. Da kann man dann zusehen, wie die sorgsam geschmiedeten Pläne nacheinenander umfallen und manche Gelegenheiten auf Nimmerwiedersehen von der Tischkante purzeln. Gut, da kann die arme Deadline nichts dafür. Aber es sei hier trotzdem erwähnt.

Lasst mich gleich an den letzten Punkt anknüpfen: Plant eure Deadlines flexibel! Das heißt, genug Pufferraum, für den Fall, der 100% eintreten wird und der da heißt: Das Leben.

Ihr werdet krank. Das Kind vom Testleser wird krank. Die Designerin lässt sich scheiden. Euer Mail landet im Spam. Die Betaleserin ist AWOL. Euer Laptop gibt den Geist auf. Der Hund frisst die Fahnen.

Mich persönlich machen flexible Deadlines übrigens wahnsinnig. Wie zum Teufel soll ich mein Jahr planen, wenn ich nicht auf die Sekunde weiß, wann was wie fertig ist? *tiefes Atem* Ich weiß auch nicht recht, wo ich mir diesen Persönlichkeitzug eingetreten habe, aber ja, Kontrollzwang, hallo. *winkt* (Der beschränkt sich interessanterweise auf das Schreiben. Ansonsten operiere ich im “Jo mei” Modus.)

Das hat bei mir übrigens auch dafür gesorgt, mir völlig wahnsinnige Deadlines zu setzten, weil immerhin: 10.000 Worte sind nur 2000 pro Tag, sind so 2 Stunden – das wird doch wohl zu machen sein. Na da gehen sich dann doch so 4 Bücher aus, locker und – wie war das? Überarbeitung lässt sich nicht so planen? Lachhaft!

Tatsächlich sind die Überarbeitungen die Schritte, wo meine Planung auseinanderfällt. Jedes.verdammte.Mal. Mittlerweile habe ich begriffen, dass ich mir dafür sehr viel Zeit einräumen muss und ignoriere das Zähneknirschen von meinem Kontrollmonster. Beim Überarbeiten entsteht die Geschichte erst so richtig, ich muss manche Szenen Tage, andere Wochen liegen lassen, bis sich der Knoten löst und DIE Idee da ist, die sich so organisch in den Text einfügt, dass es gar keine andere sein könnte.

Aber das kann man eben nicht planen. Oder ich nicht. Auch wenn ich mir gerne “DI 10 -11:30: Geniales Plotelement” im Kalender notieren würde.

Also setze ich die Deadline immer äußerst großzügig an. Allerdings nicht in so weiter Ferne, dass sich dazwischen auch ein Inselurlaub ausgeht. Und ich fühle rechtzeitig vor, wie es denn bei meinen Alphalesern/meiner Lektorin zeitmäßig aussieht.

Meine Jahresplanung ist also sehr schwammig. Die Deadline für die Rohfassung ist das einzig fixe. Ab dann arbeite ich in mit “ca. 3 Wochen” “hoffentlich bis Ende Juni”, auch wenn mein Kontrollzwang sich weinend in der Ecke hin und her wiegt.

Denn ich habe einfach gelernt, dass ich mich anders nur nutzlos aufreibe. Meinen planungsliebenden Teil versuche ich mit bunten Tabellen so halbwegs bei Laune zu halten und fahre damit um Welten besser als bei meinen verbissenen Versuchen, die Arbeitsweise anderer Autoren nachzuahmen.

Deswegen gerade für die, die noch nicht so lange schreiben: Klammert euch nicht an “den einen Plan” von Bestsellerautor XY oder den Ratgeber Z. Habt den Mut auszuprobieren, was für euch funktioniert. Wie schreibt ihr ganz ohne Deadlines? Arbeitet ihr besser, wenn ihr euch wöchentliche Zeitziele statt täglicher Wortziele setzt? Oder nur mit Szenen und Kapiteln als “Maßeinheit” arbeitet? Braucht ihr den Deadlinedruck oder werdet ihr ohne ebenso pünktlich fertig?

Die Zeit zu investieren um herauszufinden, wie man selber tickt, bringt mehr, als sich komplett zu verbiegen, nur um dem Ratgeberplan F folgen zu können.

Wie geht ihr mit Deadlines und Wordcounts um? Helfen sie euch oder stressen sie eher?

 

Veröffentlichen: Highlights und Fallstricke

Unstern ist da!

Und zwar schon seit einer Woche. Man sollte meinen, als Autorin würde man über die Veröffentlichung auch bloggen, aber natürlich nicht diese Autorin. “Ist ja klar”, höre ich da Stimmen, “Die ist von der Launch-Party immer noch verkatert.” “Eh”, sagen die AutorInnen wissend, “Die liegt eher völlig übernächtig irgendwo unter der Wohnzimmercouch.”

Ich darf hingegen stolz verkünden, dass ich kaum verkatert und normal übernächtig verschiedene Druckausgaben vor meine verkniffenen Augen halte und “Ist da ein Grünstich? Da ist doch was pixelig!” vor mich hinmurmel. Die Druckerei in Berlin liebt mich. <3

Denn Unstern hat eine eigene, ganz echte ISBN und wird bald über den Buchhandel zu bestellen sein. Doch das dauert noch ein bisschen. Bis dahin, hier ein paar Fallstricke und Highlights zur Unsternveröffentlichung – auf das ihr ersteres umgeht.

InDesign. Ach InDesign. Ein großartiges Programm, wenn man sich ihm einmal bedingungslos unterworfen hat. Ich kann tatsächlich jedem Indie empfehlen, das Buch selbst zu setzen. Beim ersten Mal wird man schier wahnsinnig, vergoogelt endlose Stunden Lebenszeit, zerschießt das Dokument so zwei, dreimal (nur ich?), bis man den Lebenswillen verloren hat und um zwei Uhr in der Früh nur noch ergeben “In Ordnung. Dann eben noch einmal von vorne.” murmelt.

Aber es lohnt sich. Denn wenn man den Dreh heraußen hat, dann ist das Buch in ein paar Stunden tatsächlich gesetzt. Bevor ihr das PDF dann dem Drucker eures Vertrauens/CreateSpace überlässt: Prüft das PDF! Denn bei mir hat sich völlig grundlos eine Seite verschoben, was ich erst beim “Proofing” auf CreateSpace gesehen habe. Es war zwar schnell gelöst, aber dadurch musste ich das Buch neu einstellen, was meinen Zeitplan um 24 h zurückgeworfen hat.

Und nützt die Zurückfunktion bei InDesign, wenn ihr was ändern wollt! Sonst wird euch euer Dokument hassen und ihr früher oder später noch einmal von vorne anfangen müssen.

Übrigens: Wenn ihr das Buch auf CreateSpace freigebt, wird einem mitgeteilt, dass es bis zu vier Werktagen dauern wird, bis das Buch verfügbar ist. Bei mir war es jedes Mal (Ja, da gab es mehr als einen Anlauf. Aber darüber schweigen wir.) noch am selben Tag auf Amazon zu bestellen. Ihr bekommt kein Email, schaut einfach nach ein paar Stunden selber in den Shop.

Kindle. Hat mich den letzten Nerv gekostet, weil mein ebook angeblich 10 MB groß war. 10 MB! Mir wäre das nicht einmal aufgefallen, hätte mich eine liebe Kollegin mit den Worten “Das ist schon heftig”, darauf hingewiesen.

Lektion Nr. 1: Autorenfotos nicht im Dokument skalieren, sondern außerhalb verkleinern und dann einfügen.

Lektion Nr. 2: Wenn man auf .mobi umwandelt, bläst das Amazonprogramm die Datei unglaublich auf, weil sie für alle Kindle-Varianten funktionieren muss. In der Realität ist die Datei aber viel kleiner. Amazon teilt einem die tatsächliche Dateigröße bei den Royalities mit, wo sie einem auch sagen, wie viel sie für den Transfer abziehen. Falls ihr also auch eine Dateigröße jenseits von Gut und Böse präsentiert bekommt: Ruhig Blut. Oder wie mir ein Forenmitglied versichert hat: “You’ll be fine.”

Tolino. Wenn man nicht will, dass Tolino eine eigene ISBN vergibt, muss man die Wunsch-ISBN vier Tage vor der Veröffentlichung mitteilen. Per Email, es gibt nämlich kein ISBN-Feld, wenn man die Buchdaten dort eingibt. Kommt man da hinterher drauf – wie ich, weil ich das so super organisiert angegangen bin – muss man das Buch komplett hinunterlöschen und noch einmal neu einstellen. Auch wenn ich das System etwas umständlich finde (Warum nicht einfach direkt mit den anderen Daten angeben?): Der Service war super lieb und hilfsbereit und im Endeffekt war die Sache nicht in vier Tagen, sondern in ein paar Stunden erledigt.

Für die Leute, die es hassen, Klappentexte zu schreiben: Freut euch, Tolino möchte nämlich nicht nur einen Werbetext (Klappentext), sondern auch einen Kurztext. Und der ist nicht optional. Tut euch selbst einen Gefallen und bereitet den vor, sonst sitzt ihr wie ich um Mitternacht vor dem Laptop und zerstückelt fluchend euren Klappentext, in der Hoffnung, dass euch die Muse anspringt. (Die ist aber immer noch vom InDesign-Kampf geschädigt und hat sich nach Hawaii verpisst.)

Tja und dann, dann ist das Buch offiziell erschienen. Man hält das Druckexemplar in den Händen und Leute kaufen es tatsächlich! Es ist ein ganz eigenartiges Gefühl, dieses Schwanken zwischen “Yay, Leute lesen das Buch!” und “Hilfe, Leute lesen das Buch!”, zwischen “Man kann nicht alle glücklich machen” und “Ich will niemanden enttäuschen”. Und wie mir eine liebe Freundin und Autorin mehrerer Bücher versichert hat: Da muss man bei jeder Veröffentlichung aufs Neue durch. Yay?

Wenn man bis zu den Ohren in Druckfahnen steckt, malt man sich die besonderen Momente aus: Das Druckexemplar in den Händen halten. Einen gigantischen Haken hinter die kilometerlange ToDo Liste setzen können. Die ersten tollen Rezensionen. Endlich sagen zu können, dass man veröffentlicht hat, statt “Das erste kommt bald! Also irgendwann. Vor dem Winter? Hoffentlich.”

Was jetzt der schönste Moment war?

Ehrlich gesagt war es die Überraschungsfeier, die meine Schwester für mich organisiert hat. Sie und ihr Mann haben ihren ersten Hochzeitstag, an dem ich sie zum Brunch eingeladen hatte, kurzerhand zu einer Feier für meine Veröffentlichung gemacht, inklusive Torte mit essbarem Cover. Da sind mir tatsächlich die Tränen gekommen und ich werde diesen Moment sicher nie vergessen.

 

Autorenleben

Das Autorenleben: Man sitzt in einem netten Café (mit Blick auf den Strand), nippt an einem Tee oder GinTonic und tippt einen glatten Satz nach dem nächsten in den Computer. Die Charaktere benehmen sich alle, der Plot fügt sich nahtlos zusammen und nach ein paar Stunden klappt man den Laptop zufrieden zu, um mit Freunden auf einen Cocktail zu gehen oder mit handgemachter Pasta zu experimentieren.

Was war das? Hör ich da etwa AutorInnen lachen?

Auf meinem Blog war es in letzter Zeit sehr ruhig. Viel ruhiger, als es mir lieb ist, denn das Autorenleben hatte mich fest im Griff.

Nein, nicht die Traumversion, die wir AutorInnen uns wohl alle so oder so ähnlich ausgemalt haben, sondern das ganz wirkliche, echte. Wo ich zwischend den einzelnen Terminen in überfüllten Kaffeeketten sitze, den Laptop auf den Knien balanciere und Sätze in den altersschwachen Laptop klopfe, während um mich herum Studenten feiern oder herumschreienden Schülergruppen die interne Rangordnung klarmachen.

Wo die Charaktere nicht parieren und mir Plotlöcher entgegengähnen, gegen die der Grand Canyon ein Lercherlschaß ist. Wo die verdammte Szene einfach nicht werden will und mir ein Recherchefehler elegant das Bein stellt, wenn ich das Kapitel für abgeschlossen halte.

Wo der Wecker mich früher hinausklingelt, weil ich weiß, dass ich untertags nicht zum Schreiben kommen und am Abend zu kaputt sein werde. Wo mich Deadlines links und rechts überholen, während ich den Text nach Fragmenten einer alten Version durchkämme.

Wo es kein Wochenende gibt, keine Feiertage, keine Pause und weiche Kartoffelchips ein Abendessen sind, weil die Szene heute fertig werden muss und wer hat schon die Zeit um auch noch zu kochen. Denn die ungeschriebenen Bücher sind immer dabei, die Charaktere setzten sich neben mir ans Bett und bombardieren mich mit “Was wäre wenn”-Szenarien, während die andere Hirnhälfte darüber nachgrübelt, ob in den einen Satz jetzt wirklich ein Komma kommt oder doch nicht. Ach ja, und für die Arbeit wär auch noch was zu tun und irgendwann sollte die Buchhaltung wirklich zur Steuerberaterin und wie war das nochmal mit dem Marketingkonzept?

Und dann, wenn man meint einsam auf hoher See zu treiben und nie wieder Land zu sehen, taucht auf einmal eine Möwe auf.

Andere AutorInnen ziehen einem wieder aus dem Loch, in das man sich hineingesteigert hat, lachen, jammern und feiern mit einem. Über SocialMedia wie im echten Leben schüttet man sich gegenseitig das Herz aus: Über zickige Charaktere, über Schreibblockaden, über Probleme mit dem Verlag. Freunde lauschen geduldig, während man das gleiche Problem zum tausendsten Mal auswälzt, erinneren daran, dass es so etwas wie Entspannung gibt und dass alte Chips kein Grundnahrungsmittel sind.

Und dann atme ich tief durch, koche mir einen Tee und setzte mich an den Schreibtisch. Einen Moment sehe ich den Wolken draußen zu, die über den Himmel treiben. Und dann schreibe ich.

Ist das Autorenleben anstrengend, lässt einen mitunter verzweifeln und treibt einen phasenweise schier in den Wahnsinn? Absolut.

Aber es ist auch wundervoll, abwechslungsreich, eine Achterbahn voller Höhen und Tiefen und wenn mich jemand fragt, ob ich je tauschen würde, ob ich je etwas anderes machen wollte, dann gibt es nur eine Antwort:

Hell no!

Und was sagt ihr zu eurem Autorenleben? Ist es so, wie ihr es euch erträumt habt?

Logbuch #6: Update von der Schreibfront

Ich vernachlässige mein armes Blog wirklich viel zu sehr (und bin immer noch nicht auf die neue Seite umgezogen *argl*) und das finde ich so schade, weil ich wirklich gerne hier schreibe, lese und mit euch plauder.

Unstern ist aus dem Lektorat zurück (letzte Runde, yay!) und auf der Cover-Front muss ich mich jetzt nicht nur für das beste Cover entscheiden, sondern auch für den Designer, mit dem ich die nächsten Jahre zusammenarbeiten möchte. Tipp am Rande an alle AutorInnen: Fangt nicht mit einer Serie an – schreibt Einzelbände, bis ihr den/die GrafikerIn eurer schlaflosen Schreibnächte gefunden habt. Vertraut mir, es erspart euch sehr viel Kopfweh.

Ich stehe jetzt vor der Entscheidung, ob ich den netten Designer mit dem guten Cover oder den nervtötenden Menschen mit dem besseren Cover nehme. FML. Aber nachdem ich den Wettbewerb fast abgebrochen habe, ist das wirklich Jammern auf hohem Niveau.

Ich hab auch endliche einen neuen Laptop! Beim alten ist nämlich Sense, wenn man blöd am Ladekabel ankommt und auch so gibt er manchmal sehr verdächtige Geräusche von sich (was er nach gut 8 Jahren auch darf, wie mir zumindest von anderen versichert wird).

Inspiriert von der Frankfurter Buchmesse hab ich jetzt auch auf Instagram und Facebook einen Account. Insta macht mir echt Spaß, FB… naja. Sagen wir, meine Interaktion dort ist ausbaufähig.

Wie geht es euch denn?  Habt ihr schon alle Geschenke?