Schreibcamp-Bericht

Letzte Woche,  vom 24. – 28.4, war ich in meinem ersten Schreibcamp überhaupt. Warum das erste? Weil ich bis jetzt schlicht noch über kein Angebot gestolpert bin, das mich interessiert hätte. Die meisten hatten den Grundtenor von: Schreibe in einer schönen Umgebung! Ja, das schaffe ich alleine auch…

Aber dann hat die liebe Jery mir ein Email geschrieben. Paraphrasierter Wortlaut: “Es gibt ein Hardcore-Schreib-Bootcamp. Ich fahre hin und du kommst mit.”

Wer soll da Nein sagen? Außerdem klang es einfach zu gut: Leute brechen weinend zusammen und es gibt eine ganz großartige Küche – damit hat man mich schnell. Mit der Küche, meine ich jetzt.  Organisiert wird es von Michael Marcus Thurner und eingeladener Gast war dieses Mal Robert Corvus: Beides bekannte und erfolgreiche Autoren. (Und auch beides sehr liebe und symathische Menschen. 🙂 )

Es war trotzdem keine leichte Entscheidung. Das Camp klang toll, das Programm klang toll, Leiter und Gast ebenso und dieses Jahr gab es einen Fantasy/SF-Schwerpunkt (!), aber ich wusste einfach nicht, ob ich das finanziell stemmen kann. (Ich rechne ja mittlerweile in Cover/Lektorats-Einheiten. Früher habe ich in Cola Kracher gerechnet. So ändert sich das Leben.)

Ich glaube, ich habe die arme Jery über einen Monat hingehalten. Im Endeffekt habe ich die Entscheidung dann so getroffen, wie ich praktisch jede treffe: Aus dem Bauch heraus. Die Finanzen waren irgendwie aufzutreiben und ich hatte einfach das Gefühl, dass mich dieses Camp wirklich weiterbringen würde. Ich habe tatsächlich noch einen Platz ergattert. (Klar, sonst gäbe es den Beitrag nicht, aber wenn ihr ein Thurner-Camp machen wollt: Früh buchen, Leute! )

Das Schreibcamp hat in Wiener Neustadt stattgefunden – endlich mal eine  Büchersache, für die ich nicht Stunden im Zug verbringen musste! Geschlafen wurde in einem Container-Hotel, aber der Workshop selber war auf einem traumhaften Reitgestüt.

Ich habe mein Handy in dieser Woche kaum angerührt: Live-twittern vom Schreibcamp funktioniert eben nicht. 😉 Dadurch habe ich auch leider wenig bis keine Fotos gemacht, aber stellte euch einfach ein idyllisches Gelände mit zuckersüßen Fohlen vor und ihr wisst, wo ich die Woche verbracht habe. (Mehr Fotos seht ihr im YouTube Bericht von Robert Corvus, wo auch ein Interview mit Marlene von Hagen dabei ist.)

Das Schreibcamp

Die ersten 2 1/2 Tage haben wir die Texte besprochen, die wir eingereicht hatten. Den Reader hatten wir alle vorab bekommen und ich konnte mir von der Kritik der anderen Texten selber einiges mitnehmen. Zum Beispiel beäuge ich jetzt jede meiner geliebten Und-Konstruktionen mit Misstrauen.

Es waren alle respektvoll mit ihrer Kritik der anderen, niemand wurde “fertig gemacht”. Michael Marcus Thurner und Robert Corvus waren sich nicht immer einig und haben wohl auch eine ganz unterschiedliche Arbeitsweise, was ich persönlich sehr spannend gefunden habe.  Es führen eben doch viele Wege nach Rom.

Nach den Textbesprechungen ging es dann mit den anderen Übungen los: Exposes schreiben, Pitchen und Schreibaufgaben (wahlweise Kampf- oder Erotikszenen). Wir haben Kurz-Lesungen unserer eigenen Texte gehalten, auch da war das Feedback wieder Gold wert. Robert Corvus hatte zudem Übung zu Weltenbau, Magiesystemen und Figurenentwicklung im Gepäck.  Diese Mini-Workshops haben wir in immer neu zusammengestellten Kleingruppen gemacht. Es ging hauptsächlich um den Arbeitsprozess – mit den “fertigen” Entwürfen wurde nicht weitergearbeitet – und es war echt spannend zu sehen, wie sich Figuren und Welten entwickeln, wenn man nicht nur die eigenen Gedanken darin verspinnt. Die Gruppenarbeiten haben mich tatsächlich in meinem Wunsch bestärkt, irgendwann einmal ein Projekt mit jemand anderem zu schreiben.

 

Der Schreckensstuhl der Solo-Auftritte. Ich bin regelmäßig vor Nervosität gestorben.

Am Abend war ich dann platt. Irgendwie habe ich es trotzdem geschafft, immer mehr als die geplante halbe Stunde mit den anderen in der Hotel-“Bar” zu versumpfen. Aber gegen solch nette Gesellschaft ist man halt machtlos.

Was hat das Schreibcamp also gebracht? (Außer das eine oder andere Kilo mehr, die Küche war echt fantastisch.) Unglaublich viel Input, der immer noch sickert. Besser kann ich es leider wirklich nicht formulieren. Es hat mir auch gezeigt, dass ich Texte produzieren kann, wenn man mir eine Ausgangsidee hinwirft und den Wecker auf eine Stunde stellt. Da war ich bisher zu nett zu mir. Und – stärker noch als die Büchermessen – hat es mir wieder klar gemacht, wie sehr ich dieses Autorenleben will. (Und natürlich die Bestsellervilla mit Fliederhecke :p)

Wie hart war es jetzt wirklich? Ich habe es nicht als hart empfunden. Früher gab es wohl noch “Hausaufgaben” zum in der Nacht schreiben, das fiel für uns weg. Die Tage waren lange und ja, auch anstrengend, aber es gab gemütliche Mittag/Abendessen und genug Pausen mit anregenden Gesprächen über Gott und die Welt und natürlich das Schreiben. Außerdem: Eine Woche nur Textarbeit mit anderen AutorInnen? Traumurlaub.

Brauche ich auch so ein Schreibcamp? Jein? Das kommt darauf an, was du für eine Art von Mensch und wo du mit deinem Schreiben gerade bist. Es ist kein Geheimtipp für einen “Schreiberfolg”, nichts Richtung “Lerne Bestseller schreiben in 5 Tagen”, aber es kann dich weiterbringen, wenn du offen für  Kritik bist.  Hör auf dein Bauchgefühl (nach einem Blick aufs Konto) und entscheide dann.

Es ist auch sicher jedes Schreibcamp anders, das Programm ist schließlich nur eine Seite und die teilnehmenden Menschen die andere. Ich fand, dass unsere Gruppe gut harmoniert hat und – wie bereits gesagt – kam bei den Feedbackrunden kein unguter Ton auf, Kritik war immer sachlich und wurde nie persönlich.

Werde ich wieder fahren? Ich würde jederzeit wieder fahren. Schon wegen der Küche :p

Wart ihr schon mal auf einem Schreibcamp? Würdet ihr gerne einmal fahren?

 

Die erste Lesung

Die erste Lesung ist ja immer etwas Besonderes und ich muss ehrlich sagen: Was erste Lesungen betrifft, habe ich den absoluten Jackpot gezogen und durfte im Dezember 2017 an der Akademie für Kommunikation in Stuttgart lesen.

Lesungen sind etwas, was ich ohne die liebe Einladung von Claus R. Kullak wahrscheinlich Jahre vor mir hergeschoben hätte. Was das angeht, bin ich ein kleiner Feigling. (Nein, nicht der zum Trinken.) Doch dann kam die Einladung und ich bin völlig fassungslos vor Glück vor dem Laptop gesessen und habe auf die Email gestarrt. Wer jetzt glaubt, dass das übertrieben ist: Ich bin eine unbekannte Dark Fantasy Indie-Autorin, die zu diesem Zeitpunkt gerade ihr erstes Buch veröffentlicht hatte. Und dann werde ich zu einer Lesung nach Stuttgart eingeladen! Ich habe natürlich sofort zugesagt.

Und was soll ich sagen, es war einfach nur toll. <3

Der Tag ging mit einer Fragerunde der SchülerInnen los. Es ist immer schön, mit anderen AutorInnen zu reden und es kamen interessierte und spannende Fragen. Ich habe mich wirklich gerne mit ihnen unterhalten. Danach kam ein Interview, das sogar gefilmt wurde – die Schule hat künstlerische Schwerpunkte wie Film und ich war sehr neidisch: Auf die Schule wäre ich auch gerne gegangen! – und dann haben die Design-SchülerInnen ihre Unstern-inspirierten Arbeiten präsentiert.

Ich war – und bin – völlig geplättet, was für tolle Sachen die SchülerInnen zu meinem Buch gemacht haben. Ich glaube, ich habe die gleichen Komplimente im Kreis wiederholt, mir hat es zum Teil schlicht die Sprache verschlagen. Zu sehen, zu was das eigene Buch andere inspiriert war einfach der Wahnsinn. Wenn ihr die Werke auch bewundern wollt, könnt ihr das hier tun.

Nach der Präsentation habe ich noch mit den Design-SchülerInnen geplaudert, es war eine sehr lustige und anregende Unterhaltung, die mir unglaublich viel Spaß gemacht hat.

Und dann kam die Lesung. *dam dam dam daaaam*

Ich war so nervös, ich habe kaum etwas von der köstlichen Pizza hinunterbekommen, die es davor gab. Lisa und Sophie, die mich den ganzen Tag über super lieb begleitet haben, haben auch durch die Lesung geführt. Lisa hat die Lesung mit dieser Rede eingeführt – ich sollte sie wirklich als meine Werbetexterin engagieren.

Wir befinden uns in Alat, einer Stadt voller Menschen, Halbblüter, Magier und Dämonen. Es ist heiß, der blaue Ruß der Glasschmieden klebt an den Fenstern. Die Läuferin Kerra betritt das Nest, das gefährlichste Viertel der Stadt, um jemandem eine Nachricht zu überbringen.
Kerra und ihre Freunde Sidra und Dolan sind Unsterne, wie man Magielose im Volke der Bahnu nennt. Ihnen ist es verboten zu versuchen, Magie zu erlernen, und als Dolan dabei ertappt wird, fliehen die drei in die Stadt Alat. Um ihre kranke Freundin Sidra zu retten, geht Kerra mit dem Oberhaupt der Verbrecher im Nest einen gefährlichen Handel ein und gerät so in einen Konflikt zwischen der Stadtwache, den Gesetzlosen und den Magiern, der ihr vielleicht das Leben kosten könnte. Nachdem Dolans Magieschriften entdeckt und er ins Gefängnis geworfen wird, muss sie sich für seine Befreiung neue Verbündete suchen. Darunter befinden sich ein zwielichtiger Heilermeister, der Verbrecherkönig, ein Halbblut und ein Soldat der Stadtwache. Ein Plan nach dem anderen misslingt und die Schlinge um Kerras Hals zieht sich immer fester. Gibt es die sagenumwobene Glasbrücke wirklich? Was schlummert unter der Stadt? Und wer ist der Mondschieber, der nachts angeblich Menschen aus der Stadt schmuggelt?

Katrin Ils‘ Charktere sind nicht nur Statisten. Auf meisterhafte Weise haucht sie ihnen Leben ein, gibt ihnen überzeugende Persönlichkeiten, eigene Träume und Motivationsgründe. Das Geschehen in Unstern ist kein Fluss, der als eine Masse stur in eine Richtung hinunter fließt, sondern ein aus den unterschiedlichsten Fäden gewebtes Kunstwerk, das aus den vielen Beweggründen der Charaktere entsprungene Handlungsstränge gekonnt miteinander verbindet. Im Roman werden die Charaktere lebendig, die Handlung ist fesselnd und realistisch.
Vor dem inneren Auge ist die Stadt Alat klar zu sehen. Ab der ersten Seite werden Sie, liebes Publikum, von der Erzählung vollkommen gefangen sein.
Und wer einmal in die magischen Fänge Alats geraten ist, der kommt so leicht nicht wieder dort heraus.*

Hammer, oder?

Dann war ich dran. Dem Feedback nach hat man mir nicht angesehen, dass ich vor Nervosität fast gestorben wäre und ich war wirklich froh, meine Zettel auf einem Tisch ablegen zu können. Meine Hände haben erst bei der letzten Szene zu zittern aufgehört. Entspannt habe ich mich dann erst bei der Fragerunde.

Danach gab es ein Buffet und die vielen netten Gespräche haben diesen Tag perfekt abgerundet.

Fazit: Lesungen machen Spaß. Ich sterbe zwar davor und währenddessen vor Nervosität, aber ich lese gerne vor anderen Leuten und freue mich schon auf meine nächste Live-Lesung, am 19.5.2018 im books4life.

Aber meine erste Lesung wäre mir nie als eine so tolle Erfahrung im Gedächtnis geblieben, wenn sie nicht mit all den lieben SchülerInnen und LehrerInnen der AfK verbunden wäre. So lächel ich noch immer, wenn ich daran denke und ich hoffe, zumindest ein paar dieser wunderbaren Menschen wieder “in echt” zu treffen.

*Ich habe die Rede natürlich mit Lisas Erlaubnis hier gepostet. Schaut unbedingt auf ihr Instagram und auch auf das von Sophie – die beiden waren echt der Wahnsinn. <3 Vielen vielen Dank noch einmal für alles!

Signierte Exemplare

Ich bekomme immer wieder Anfragen, ob man von mir auch signierte Exemplare bekommt. Da ich mich jedes Mal sehr darüber freue, hat es mir immer sehr leid getan, das verneinen zu müssen.

Der Grund, warum ich bis jetzt ablehnen musste, war das Porto*. In Österreich gibt es keine Buchpost und das Porto nach Deutschland fängt bei 5,50 an. Dazu kommt, dass die Bücher immer über eine Woche, manchmal sogar drei Wochen (!) nach Deutschland brauchen, obwohl mir die Post jedes Mal etwas von 2-4 Tage erzählt. Ha! kann ich da nur sagen. Die österreichische Post beschäftigt offensichtlich noch reitende Boten und ein Teil des Portos geht vermutlich für Hafer drauf.

Jetzt habe ich aber eine Lösung gefunden. *räusper*

Ich werde eure signierten Bücher mitnehmen, wenn ich zu meiner Familie nach Salzburg fahre, denn von dort ist es ein Katzensprung über die deutsche Grenze. Das bedeutet Buchpost und vielleicht sogar normalere Lieferzeiten (für letzteres kann ich nicht garantieren).

Da ich nicht wegen jeder Buchbestellung nach Deutschland fahren kann, werde ich ein paar Mal im Jahr die Bestellung für signierte Exemplare eröffnen.  Heißt, ich werde auf allen SocialMedia-Kanälen und hier Bescheid geben, wenn eine Bestellungsrunde eröffnet ist und wie lange sie geht. (Spoiler: Bis zu dem Tag, an dem ich in den Zug steige. Deswegen ist die Deadline hier auch wirklich die Deadline: So gut der Service der Westbahn auch ist, sie werden für mich nicht noch einmal zurückfahren.)

Sobald ich die Bestellrunde eröffnet habe, seid ihr dran.

Ihr

  • schreibt mir eine E-Mail an katrin.s.ils@gmail.com
  • sagt mir, ob ihr das Buch nur signiert haben wollt oder auch mit persönlicher Widmung
  • überweist mir das Geld per Paypal/direkt aufs Konto
  • und ich schicke euch das Buch, das hoffentlich innerhalb einer Woche nach der Deadline bei euch ist
  • seid euch auch bewusst, dass ich nur das Buch und keine Goodies schicken kann (Buchpost)

Das heißt natürlich auch, dass es ein bisschen dauert, bis das Buch bei euch ist. Wenn ihr gleich am ersten Tag bestellt und die Leute zwei Wochen Zeit haben, wird das Buch vermutlich drei Wochen nach eurer Bestellung bei euch sein. Ich schreibe das dazu, weil wir alle von Amazon&Co Lieferzeiten von höchstens drei Tagen gewöhnt sind.

* Für die Schweiz habe ich leider noch keine Lösung gefunden. Da fängt das Porto gleich mal zweistellig an 🙁

Das 2. Mal

Vergesst die Panik vor dem ersten Mal. Das erste Mal ist großartig! Völlig egal, was alles danebengeht, man kann sagen: Hey, ich mach das hier zum ersten Mal. Und außerdem kann man auf das Anfängerglück vertrauen. Beim zweiten Mal sieht das schon ganz anders aus, da sollte man dann zumindest mehr als eine ungefähre Ahhnung haben, wie das alles funktioniert. Und das allerschlimmste: Man hat bereits Erwartungen geweckt.

Ich stehe jetzt kurz vor dem zweiten Mal. Das Lektorat ist so gut wie abgeschlossen, etwas Politur noch, und dann lass ich meine Testleser auf mein zweites Buch los. Ein letzter Kontrolllauf, bevor ich auf “Veröffentlichen” klicke und den zweiten Teil der Serie in die Welt entlasse. Und ich bin nervöser als beim ersten Mal.

Als Unstern hinauskam, war ich nervös. Immerhin macht niemand gerne mit seinem Debüt einen Bauchfleck. Vor allem nicht, wenn man für alle Entscheidungen selbst verantwortlich ist und das beeinhaltet als Indieautorin auch die Entscheidung zu veröffentlichen. Das Feedback war so überwältigend positiv – Unstern hat es sogar auf der Longlist für den IndieSERAPH geschafft – dass ich immer noch ganz baff bin.

Und dann ging es an das zweite Buch.

Manche Sachen sind viel einfacher. Ich habe eine tolle Coverdesignerin, die im Handumdrehen ein Cover für Flammendunkel parat hatte. Ich habe mich mittlerweile mit InDesign angefreundet und mit meiner Alphaleserin und meiner Lektorin das ideale Team am Start. Viele von den kleinen Dingen, die mich das erste Mal schlaflose Nächte gekostet haben, tauchen dieses Mal gar nicht auf meinem OhmeinGottOhmeinGotOhmeinGottWasmachichnur-Radar auf. Der Vorteil, wenn man zumindest schon ein bisschen besser weiß, was man da eigentlich tut.

Dass, und das ich gelernt habe, mich zu entspannen und mich nicht wegen jeder Kleinigkeit selbst in den Wahnsinn zu treiben. Selfpublishing ist gut für die Persönlichkeitsentwicklung kann ich nur sagen.

Aber nun habe ich LeserInnen. (Und zwar die allertollsten. Sorry, liebe KollegInnen, aber meine LeserInnen sind die besten.) Und die könnte ich jetzt enttäuschen. Denn beim ersten Buch einer neuen Autorin erwarten sich die meisten noch nicht viel. Nicht unbedingt, weil es das “erste erste” Buch ist, sondern weil man den Autor noch nicht kennt. Das geht mir als Leserin genauso, das erste Buch, dass ich von einer Autorin lese, lese ich völlig unbefangen. Das gefällt mir, oder eben nicht. Aber das zweite und alle weiteren? Da gehe ich mit einer Erwartungshaltung heran.

Und nun bin ich nervös,  weil ich meine LeserInnen und ihre Erwartungen nicht enttäuschen will.

Ich habe mir von anderen Autoren sagen lassen, dass ich damit nicht alleine bin, aber das ist nicht wirklich eine Hilfe. Dass es bei jedem weiteren Buch genauso weitergeht, auch nicht.

Was ich mit diesem Post sagen will? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

Vielleicht: Genießt euer Debüt, liebe Schreibende! Dass euch niemand kennt, niemand auch nur eine veröffentlichte Seite von euch gelesen hat, gibt euch eine nicht zu verachtende Unbeschwertheit. Genießt sie!

Vielleicht auch: Veröffentlichen scheint mit jedem Buch eine emotionale Achterbahn zu sein, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Und irgendwie ist das ja auch schön.

 

Amazon und die Autorin

Mein Blog wird unsanft mit einem brutalen Thema aus dem Schlaf gerüttelt. Mit Monopolstellungen und Zahlen. Sagt man als Autorin, wenn es in einem Shop nicht gut läuft? Ich weiß es nicht, aber: Warum eigentlich nicht? Ich bin eine Freundin von Austausch und Erfahrungsberichten und deswegen:

Mein Jahr auf Amazon und Tolino inkl. feschem Tortendiagramm.

Man kann über Amazon eine Menge sagen. Es ist kein Traumunternehmen, es reißt Märkte an sich und dort zu arbeiten stelle ich mir beschränkt lustig vor. Für mich als Indie-Autorin kommt dann das große ABER: Ohne Amazon gäbe es Selfpublishing in dieser Form nicht. Sie haben den Indie-AutorInnen den Weg geebnet, sie diskrimieren nicht: Egal ob Groß-, Klein- oder Selbstverlag, alle Bücher werden gleichberechtigt präsentiert. Die LeserInnen entscheiden, was sie wollen und in den Amazoncharts finden sich nicht wenige Indie-Titel.

So weit, so naja. Denn das Problem von Platzhirschen ist, dass sie von heute auf morgen die Regeln ändern können. Amazon hat quasi über Nacht  Prime Reading eingeführt und die Indie-Szene hat erstmal kollektiv zum Riechsalz gegriffen. Die Gemüter haben sich nur langsam beruhigt, denn es hat wieder eines vor Augen geführt: Wenn ich mit meinen Büchern bei einem einzigen Anbieter bin und dieser die Regeln ändert, kann ich als AutorIn sehr schnell weg vom Fenster sein.

Wenn Amazon beschließt, statt 70% nur noch 30% auszuschütten, können sich die AutorInnen entweder beugen oder gehen. Nur: Wohin? Kein anderer Shop bietet aktuell auch nur annähernd vergleichbare Sichtbarkeit. Amazon hat schlicht keine ernstzunehmende Konkurrenz.

Als ich im Mai 2017 Unstern veröffentlicht habe (ja, es ist ein Amazonlink :p), wollte ich diese Abhängigkeit eben nicht. Also stellte ich das Buch auch auf Tolino. Und wartete. Und nichts passierte. Tolino machte Werbung. Ein kurzes Aufleben – was bei einem Verkauf von praktisch 0 nicht schwer ist – und dann wieder nichts.

Das soll kein Tolino-Bashing sein. Die Leute, mit denen ich geschrieben habe, waren alle sehr nett und ich weiß von Kollegen, bei denen Tolino super läuft und Amazon dafür  nicht und habe Gerüchte gehört, dass sich bei manchen die Verkäufe fast 50-50 auf die Plattformen aufteilen.

Bei mir sieht es nach guten 8 Monaten allerdings so aus:

Theoretisch bin ich nicht von Amazon abhängig, denn ich bin ja bei Tolino. Praktisch gehe ich genauso baden wie der Rest der Amazon-only AutorInnen, wenn Amazon die Regeln zu unserem Nachteil ändert. Denn Unstern verkauft sich brav. Aber nur auf Amazon.

Eine theoretische Absicherung hilft mir leider nicht und nach einigem Grübeln und Gesprächen mit Freunden und Autorengruppen, habe ich nun eine Entscheidung getroffen.

Im Jänner werde ich Unstern in KindleUnlimited* geben und den zweiten Teil, wenn er dann erscheint, auch.

Ob Dark Fantasy mit genau 0 Romantik dort läuft? Ich habe keine Ahnung. Aber ich werde es herausfinden – und berichten. Vielleicht breche ich den Versuch nach den drei Monaten ab und kehre zu Tolino zurück. Vielleicht schießen meine Zahlen bei Tolino, Weltbild und Co in den nächsten zwei Wochen dermaßen in die Höhe, das es Wahnsinn wäre von dort wegzugehen. Wahrscheinlich aber nicht. Und deswegen beginnt für mich im neuen Jahr das Experiment Dark Fantasy und KU.

Meine Tolino-LeserInnen: Ich habe wirklich lange überlegt, ob ich das machen soll, da ich immer noch die Hoffnung/Illusion habe, dass es sich bei Tolino einfach nur um ein Geduldsspiel handelt. Ich will niemanden ausschließen und verstehe gut, wenn jemand nicht bei Amazon kaufen will. Aber – und das ist die grausame Realität – meine Designerin und meine Lektorin werden sich nicht ewig von mir mit Palatschinken bezahlen lassen. Vermutlich, weil sie die schlecht an Vermieter und Stromlieferanten weitergeben können. Und deswegen muss ich fürs Erste den aktuellen Zahlen folgen. Und die führen nun einmal zu Amazon.

*Kindle Unlimited ist ein Leseabo für Kindle. Die AutorInnen, die dort dabei sind, dürfen ihre ebooks nur für Kindle anbieten. Print ist allerdings nicht auf Amazon gebunden.

Logbuch #8: Saunaabenteuer (Gilt das als Klickbait?)

Na, wie läuft eure Woche denn so? Ich bin ja am Überlegen, Aufgüsse in meinem Wohnzimmer zu veranstalten und das als “Urbanes Saunaerlebnis” über willhaben anzubieten.

Das Positive an der Hitze : Ich klebe quasi auf dem Stuhl vor dem Laptop fest, kann also gar nicht anders, als zu schreiben. 😉 Natürlich klebt man auch überall sonst fest (ich sag nur Öffis bei 30 Grad), aber wir haben erst Juni und ich will meine Hitzesudderei nicht in einem Blogpost aufbrauchen.

Dabei mag ich die Hitze eigentlich. Sobald es 27 + Grad hat, bekomme ich Urlaubsgefühle, egal wie mies der Tag gerade läuft.

Allerdings passieren mir bei diesen Innentemperaturen manchmal auch dumme Schnitzer. Ich hatte eine Szene geschrieben, in der Kerra Maran am Kragen packt (BFFs die sie nun einmal sind). In der Abendkühle hat Maran mich dann daran erinnert, dass sie a) bewaffnet ist und außerdem b) nicht mehr viel zu verlieren hat, weswegen c) diese Aktion von Kerra das Buch und die Reihe mit dem unspektakulären Tod der Protagonistin recht abrupt beenden würde. (Das d) auch Kerra nicht so dämlich ist, kam dann von mir, Maran ist da anderer Meinung :p)

Also Szene wieder gelöscht. Sehr zu Kerras Missfallen.  Sorry, aber ihr kloppt euch kämpft schon noch heldenhaft miteinander, keine Sorge.

An dieser Stelle sei auch gesagt: Danke euch für eure tollen Reviews zu Unstern, die netten Emails und überhaupt. Ihr seid die Besten <3 Die Rezi auf weltenraum hat mich echt geplättet.

Ich tippe auch schon fleißig an der Fortsetzung. Und hoffe, dass ich Kerra nicht wieder versehentlich in ein Messer laufen lasse. (Absichtlich ist ein anderes Thema ;P)

 

Cover mit 99designs (2)

Die erste Runde des Cover-Wettbewerbs ist vorbei und nach zwei Tagen, nach denen ich den Wettbewerb abbrechen wollte, kamen dann doch noch Entwürfe mit Potential herein.

Wer mir beim Aussuchen helfen will (Bewertung mit 1-5 Sternen und/oder einem Kommentar), kann hier schauen.

Das sind nur Entwürfe, in der nächsten Runde werden diese dann fertig bearbeitet.

Was ich bis jetzt gelernt habe und jedem mitgeben möchte, der es bei 99designs versuchen möchte:

  • Habt Geduld. Die ersten 50 (oder auch mehr) Entwürfe, die ihr bekommen werdet, sind Müll. Ich habe hier immer Feedback gegeben, aber ehrlich: Wenn ihr kein Potential seht, könnt ihr auch einfach auf “Archivieren” klicken: Das Cover ist damit abgelehnt und ihr spart euch Zeit. Von der braucht ihr nämlich einiges.
  • Nehmt euch Zeit. Der Wettbewerb wird mehr davon in Anspruch nehmen, als ihr denkt. Ihr solltet mindestens alle 2 bis 3 Stunden hineinschauen und werdet mindestens eine halbe Stunde brauchen, um Feedback zu geben und auf Fragen zu antworten.
  • Der “brief” ist das wichtigste. Gebt klare Anweisungen und Beispielbilder (auch von Sachen, die ihr NICHT wollt). Macht am besten viele Bullet Points, damit es auch optisch gut zu überblicken ist. Wenn es Missverständnisse gibt, überarbeitet euren brief noch einmal.
  • Nehmt die billigste Option. Ich habe mich dafür entschieden, weil mein Budget nichts anderes zulässt. Als ich nach zwei Tagen wegen der gelieferten Qualität mit den Nerven fertig war, hat mich meine liebe Autorenfreundin getröstet und mir verraten, dass es bei den hochpreisigeren Klassen noch schlimmer ist, da versucht wird, mit noch weniger Arbeit noch mehr Geld zu machen.

Es ist auf jeden Fall eine nerven- und zeitraubende Angelegenheit und es ist KEINE Möglichkeit, Geld zu sparen. Es ist aber eine Option für alle, die anders keinen Designer finden oder möglichst viele Coverentwürfe sehen wollen.

Na, habt ihr schon abgestimmt? Welches Cover ist denn euer Favorit?

99designs: Auf der dunklen Seite der Macht (1)

Für jeden Schreibenden kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo man sich Gedanken um sein Cover macht. Man sucht nach Grafikern, nach pre-made Covern und stolpert über Seiten wie Fiverr oder 99designs.

Für mich war von Anfang an klar: Auf keinen Fall 99designs. Es ist nichts als Ausbeute, den Designern dort bleibt nicht einmal das Copyright. Also habe ich mir eine Grafikerin gesucht und wir haben im Frühjahr (?) an einem Cover gebastelt. (Ich habe damals auch eine Umfrage dazu gemacht.) Leider hat unsere Zusammenarbeit nicht geklappt, wir sind einfach auf keinen grünen Zweig gekommen.

Der nächste hatte keine Zeit. Andere waren für mein jetziges Budget einfach zu teuer und wieder andere hatten zwar schöne Cover, aber keine in meinem Genre. Würde ich Romantasy schreiben, hätte ich die Qual der Wahl, aber nachdem ich das nicht tue, hilft mir die Auswahl dort nicht.

Und noch einmal einen Start mit einer/einem GrafikerIn riskieren, ohne zu wissen, ob er/sie mein Genre genausogut hinbekommt wie die tollen Krimicover? Das war mir als gebranntes Kind dann doch zu viel Risiko.

Tja, und da hab ich mir letztes Wochenende eine dunkle Sonnenbrille aufgesetzt, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen und einen Wettbewerb auf 99designs gestartet, mit der Hoffnung, so den Designer oder die Designerin meiner Buchcover-Träume zu finden, mit dem/der ich die nächsten Jahre zusammenarbeiten kann.

Die Vorauswahl läuft noch einen Tag und 18 Stunden und nach über 75 der grottigsten Cover, die ihre euch nur vorstellen könnt, flattern jetzt vereinzelt Sachen hinein, wo ich wieder Mut fasse.

Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.

Falls ihr Fragen dazu habt, wie so ein Wettbewerb abläuft, hinterlasst sie einfach als Kommentar. Das Gleiche gilt für flames über meinen moralischen Abstieg. (Sagt man noch flames?  Ich werd alt…)

Logbuch #2: Penisse

Gilt diese Überschrift eigentlich schon als Click-Bait?  😉 Obwohl, in gewissem Sinn geht es tatsächlich um Penisse. Und Vaginen*. Jede Menge davon.

Zum Weltenbau gehört ja einiges und davon auch etwas, was ich verabscheue: Das Entwickel von Symbolen. Warum ich das hasse? Weil ich es nicht kann. Ich tue mir unglaublich schwer damit, Sachen, die mein Kopf zusammenspinnt, in Bildern festzuhalten. (Ist ja manchmal mit Worten schon schwierig genug.)

Aber, wie das als Indie-Autorin halt so ist, man muss eben auch die Sachen machen/können/lernen, in denen man mäßiger begabt ist. Profi-Tipp: Sich vor ein leeres Blatt zu setzen und wiederholt Ich kann das nicht zu sagen, ist weniger hilfreich als gedacht.

Über das letzte halbe Jahr habe ich ein paar Göttersymbole geschafft. Hab mir auf die Schulter geklopft und mit Begeisterung ignoriert, dass ich diese Symbole für diese Serie NICHT BRAUCHE.

Was ich dringend brauche (den berüchtigten Unstern selbst, Symbole der magischen Zirkel etc.), davon war vor zwei Wochen noch nichts da. Nachdem ich ergebnislos herumgekrizelt und einen halben Anfall bekommen habe, hat die liebe Frau W. mein Gejammer irgendwann nicht mehr ausgehalten und zusammen mit meiner Lektorin eine Intervention ausgerufen.

Bewaffnet mit Symbolbüchern und Kuchen haben die zwei Damen sich meine Entwürfe angeschaut – und einen Lachanfall bekommen. Offenbar habe ich die letzten Wochen damit verbracht, Vaginen zu zeichnen. Bei allem, was ich bei dem Treffen aufs Papier gebracht habe, war die einhellige Meinung: Vagina, bevor sie die Frau als Beweis drumherum gezeichnet haben.

Umgeben von Kuchen und Wahnsinn haben wir dann aber tatsächlich drei Symbole entwickelt. Ironischerweise war eines davon mein allererster Entwurf, den ich erst am Ende hergezeigt habe. (Und der angeblich aussieht, wie Eierstöcke.) Als wir dann angefangen haben, in allem Penisse zu sehen, haben wir zusammengepackt. Man hält nur eine begrenzte Anzahl an Geschlechtsorganen pro Nachmittag aus.

Es war ein lustiges, produktives Treffen, bei dem mich die beiden besten Freundinnen ever  davor bewahrt haben, mich endgültig in Selbstmitleid und Nutella zu ertränken. Und eine Vagina zu veröffentlichen.

*Ich gebe hiermit zu, dass ich die Mehrzahl von Vagina im Duden nachschlagen musste. Vaginen? Sicher?

Lesefutter

Ich bin ja keine Bücherbloggerin und habe auch nicht vor eine zu werden – es gibt schon so viele großartige! – aber drei Serien haben mich in diesem Jahr sehr begeistert und ich möchte sie mit euch teilen.

Ich halte mich mit den Spoilern zurück, aber seit trotzdem vorgewarnt.

Throne of Glass (Sarah J. Maas)

20160331_125833Die Fantasyserie folgt später auch anderen Figuren, Protagonistin ist aber Celaena. Nachdem sie für einen Mord zur Zwangsarbeit verurteilt wird, bekommt sie eine zweite Chance: In einem Wettbewerb auf Leben und Tod für den Prinzen kämpfen.

Dieser Handlungsstrang rückt aber bald in den Hintergrund und man findet sich in einer Welt voll verbotener Magie, Geistern und natürlich finsterer Intrigen wieder.

Die Heldin ist völlig durchgeknallt (Muahaha- den Typen hab ich sowas von aufgeschlitzt vs. Was, ich darf nicht auf den Ball? *schmoll*) und die ganze Reihe war bis jetzt äußerst unterhaltsam zu lesen. Mit süßen 18 ist Celaena natürlich die beste Auftragskillerin ever und der Prinz praktischerweise 19. Und der Hauptmann der Wache 22. Es gibt eine großartige Szene, wo sie sich alle gegenseitig an den Kopf werfen, wie jung sie für ihre Positionen nicht sind.

Das Thema “Wer kriegt jetzt wen?” war für mich persönlich nicht im Vordergrund, eine Freundin hat das allerdings anders empfunden.

Ich konnte die Bücher nicht aus der Hand legen. Ihre Feen erinnern mich stark an Werwölfe (inkl. dem “Mate”-Thema, Geruchssinn und dem besitzergreifenden Gehabe. Oder ich lese zuviel TeenWolf Fanfiction. Das kann natürlich auch sein.) und in der Welt gibt es die coolsten Hexen, die ich bis jetzt überhaupt irgendwo gelesen habe. Alleine für die lohnt sich das Lesen schon.

Es sind noch zwei Bände geplant (vier sind schon erschienen) und ich bin sehr gespannt, wie die Autorin die Handlungsstränge der einzelnen Charaktere zu Ende bringen wird.

 

Alex Verus (Benedict Jacka)

20160331_125750Die Alex Verus-Reihe ist Urban Fantasy. Der Held ist cooler als die magische Polizei erlaubt (die ihn auch nicht sonderlich mag) und es ist in der Ich-Perspektive geschrieben.

Der Magier Alex hat sich mit seinem Magieshop in London ein Leben aufgebaut und möchte so wenig wie möglich mit der magischen Welt zu tun haben, mit der ihn eine ziemlich traumatische Vergangenheit verbindet. Blöderweise sehen die diversen MagierInnen von der “dunklen” wie von der “hellen” Seite anders und so landet er immer wieder in der Mitte von Kämpfen und Intrigen von Leuten, die ihm an den Kragen wollen.

Die Bücher sind spannend zu lesen, die Charaktere sympathisch und ich freue mich auf den nächsten Band.

Wir sind jetzt bei sechs Büchern, Burned wird im April erscheinen. Hoffentlich nicht mit dem furchtbaren Cover, das mir Amazon in letzter Zeit immer präsentiert.

 

Pure (Julianna Baggott)

20160331_125925Pure ist eine Trilogie, die in einer postapokalyptischen Welt spielt. Die Gesellschaft ist geteilt in die, die in der zerstörten Welt leben und die, die sich vor den Atombomben im Dome in Sicherheit bringen konnten.

Doch wie sollte es anders sein: Der Sohn des Machthabers läuft aus dem Dome weg und setzt damit die Handlung in Gang, die das Leben für alle unwiderruflich verändert.

Liebe und Beziehung spielen eine Rolle, aber auch hier bleibt die Handlung im Vordergrund. (Denkt: Hunger Games. Oder blend ich romatische Handlungsstränge einfach immer aus? *kopfkratz*)

Was nach dem Lesen noch lange bei mir geblieben ist, war das Worldbuilding. Ich hatte während dem Lesen tatsächlich das Gefühl, Asche zu atmen. Die mit Gegenständen und zum Teil miteinander verschmolzenen Menschen, die sich durch diese neue Welt bewegen, die “Monster”, die sich dort tummeln – großartig.

Das Ende ist ein eher offenes, aber ich war völlig zufrieden damit. Wer alle Handlungsstränge am Ende gerne mit kleinen Schleifchen versehen haben will, wird aber vermutlich etwas grantig sein.

 

Vielleicht wollt ihr ja in das eine oder andere hineinschauen oder kennt sie schon. Wenn ja, lasst mich wissen, wie sie euch gefallen 🙂

Ich habe die Bücher auf Englisch gelesen, aber für Zwei der Reihen gibt es eine deutsche Übersetzung. Für die Alex Verus Reihe (1. Band Fated) hab ich leider nichts gefunden.

Throne of Glass = Throne of Glass

Pure = Memento. Die Überlebenden.